Die besten Gründungsideen erhielten Preisgelder in der Ruhr-Uni

Prämierung der Sieger der Businessplanwettbewerbe ruhr@venture und Senkrechtstarter am Donnerstag in der Ruhr-Universität. Hier einige der Preisträger mit OB Ottilie Scholz (ganz links).
Prämierung der Sieger der Businessplanwettbewerbe ruhr@venture und Senkrechtstarter am Donnerstag in der Ruhr-Universität. Hier einige der Preisträger mit OB Ottilie Scholz (ganz links).
Foto: Frank Oppitz
Wirtschaftsförderung Bochum und rubitec GmbH verteilten 68.500 Euro an Teilnehmer des Senkrechtstarter- und „ruhr@venture“-Wettbewerbs. Die ersten Preise von 10.000 bzw. 15.000 Euro räumten „Dr. Striewski Forschungsreisen“ und „Imprintec“ ab.

Bochum.. Für viele der Gäste war dieser Abend ein erster Meilenstein auf dem Weg in eine erfolgreiche Zukunft. Immerhin konnten die prämierten Existenzgründer der Businessplan-Wettbewerbe „Senkrechstarter“ der Wirtschaftsförderung Bochum und „ruhr@venture“ der rubitec GmbH vergangene Woche erhebliche Preisgelder mit nach Hause nehmen.

Erstmals fand die Preisverleihung der beiden Wettbewerbe am Donnerstagabend gemeinsam im Bistro der Mensa in der Ruhr-Universität statt. Auch Oberbürgermeisterin Ottilie Scholz würdigte diese Premiere als zukunftsweisendes Signal. Sie sagte: „Es zeigt, dass Wirtschaft und Wissenschaft in Bochum untrennbar miteinander verbunden sind.“

10.000 Euro-Scheck für Unternehmensidee

Die drei Prämierten des Businessplan-Wettbewerbs „ruhr@venture“ überzeugten die Jury mit Innovationen aus Geowissenschaft über Maschinenbau bis hin zu Ideen aus der Meeresbiologie der Erstplatzierten, Dr. Sebastian Striewski und seines Partners Malte Bergstermann. Striewski nahm den 10.000 Euro-Scheck für seine Unternehmensidee „Dr. Striewski Forschungsreisen“ entgegen. Er organisiert Touren in die Ozeane der Welt, um fachfremden Wissenschaftlern und Laien das Leben in den Meeren näher zu bringen. „Unser Credo ist es, das Wissenschaft ein Abenteuer ist und emotional begeistern kann“, sagte Striewski, der kurz zuvor von einer Forschungsreise mit Studenten von den Azoren, einer Inselgruppe im Atlantik, zurückgekehrt war. Die Gruppe sei dort Blauwalen und springenden Buckelwalen begegnet, schilderte Striewski, dem das Glück darüber und über den Preis anzusehen war.

Die Gewinner des Senkrechtstarter-Wettbewerbs Dr. Benjamin Schmaling und Partner Tobias Ludwig begeisterten die Jury mit einer innovativen Technik, um Werkstoffeigenschaften zu überprüfen. Das Team „Imprintec“ habe sein Verfahren bereits als Patent angemeldet, so Schmaling nach der Preisverleihung. „Wir können beispielsweise Zahnräder Millimeter genau überprüfen, was bisher nur umständlich möglich war.“ Vom Preisgeld in Höhe von 15.000 Euro möchte der Nachwuchsunternehmer sich den für das Verfahren erforderlichen Sensor selbst anschaffen.

IT-Experten sind Doppelpreisträger

Insgesamt wurden von den 34 eingereichten Businessplänen beim Senkrechtstarter-Wettbewerb zehn prämiert, wobei außer der ersten drei Plätze alle anderen den vierten Platz belegten und jeweils 3000 Euro bekamen. Zusätzlich konnten sich drei Teams über einen IT-Sonderpreis freuen. Das „Team BitBuckler“, das eine Methode zur Verschlüsselung privater Daten auf den Markt bringen möchte, belegte den zweiten Platz beim Senkrechtstarter-Wettbewerb und erhielt einen IT-Sonderpreis. Jan Peters und Sebastian Mrazcny waren somit glückliche Doppelpreisträger des Abends.

 
 

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