Deutsch-polnische Kulturtage auf Zeche Hannover

Bochum. Deutsch-polnische Kunstbegegnungen gibt’s am Samstag, 21., und Sonntag, 22. Mai, im Industriemuseum Zeche Hannover: Der Künstler- und Kulturverein „Kosmopolen“ lädt ein zu einem bunten und entspannenden Programm.

Geboten werden Konzerte, zweisprachigen Lesungen und verschiedenen Ausstellungen mit Malerei und Fotografie. Der thematische Rahmen der Veranstaltung unter dem Titel „Ein Mehr sehen“ ist durch den Ort vorgegeben, denn das Industriemuseum in Hordel widmet sich schwerpunktmäßig der Geschichte der Einwanderung, insbesondere der Zuwanderung der Polen ins Ruhrgebiet. Tatsächlich leben im Ruhrgebiet seit Generationen Menschen mit polnischer Herkunft. Doch polnische Migrantenorganisationen bleiben in der Gesellschaft eher unauffällig bis unsichtbar; ein Ansatz von „Kosmopolen e.V.“ ist es, das zu verändern. Vor diesem Hintergrund schauen die Künstler am Wochenende auf ihre persönliche Geschichte und reflektieren sie auf ihre jeweils eigene Art und Weise.

Skurril und lustig

Eröffnet wird „Ein Mehr sehen“ am Samstag um 18 Uhr durch die NRW-Ministerin für Bundesangelegenheiten Europa und Medien, Dr. Angelica Schwall Düren. Es folgt ein Konzert der Sängerin Kasia Bortnik & Band mit Kompositionen aus folkloristischen, poppigen und jazzigen Elementen, gesungen in deutsch, polnisch und englisch. Danach liest die Bochumer Autorin/Performerin Ksymena Woka aus ihrem skurril-lustigen Text „Ka - eine Integration“. Robert Kusiolek, Komponist der Neuen Musik, begleitet die Lesung auf dem Akkordeon.

Am Sonntag beginnt das Programm um 14 Uhr mit dem Schriftsteller Artur Becker, dem mit seinem Roman „Wodka und Messer“ bekannt gewordenen Romancier, Lyriker und Essayist. Außerdem dabei: Jerzy Gosciniak (Lyrik), Vitold Rek (polnischer Jazzer) sowie das weibliche Streichquartett um Katrin Mickiewicz, Komponistin, Bratschistin und Sängerin.

(Günnigfelder Straße 251, Tageskasse 15/erm. 8. Euro)

 
 

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