Der Imperator kehrt zurück

Jürgen Boebers-Süßmann
Szenenfoto mit Maximilian Strestik (li.) als Caesar und Alexander Ritter als Octavius. Foto RS
Szenenfoto mit Maximilian Strestik (li.) als Caesar und Alexander Ritter als Octavius. Foto RS

Bochum.  Im Theater Rottstraße 5 wird die aktuelle „Rom Trilogie - TraumaStadt 2013“ mit dem zweiter Folge der Aufführungsserie fortgesetzt. Nach „Caligula“ wird „Caesar“ ver- und behandelt. Premiere am 31. Oktober.

Regisseur Hans Dreher und das Schauspiel-Team stecken voll in den Endproben für die Aufführung, die sich auf Basis von Shakespeares Drama „Julius Caesar“ jenem bekannten römischen Imperator widmet, der das einstige Weltreich zu selten gekannter Größe führte und doch durch eine von Republik-Treuen geführte Mörderhand starb.

Verhasste Krone

„50 Prozent des Textes“, sagt Hans Dreher, „sind Shakespeare, der Rest verteilt sich auf Beiträge von mir, von Carsten Marc Pfeffer und auf Hollywood-Filme.“ Der typische Rottstr.5-Mix also: Aus Alt mach’ Neu und darauf etwas ganz Neues.

Sein Name wird zum Symbol dessen, was die römische Republik mehr als alles hasst: einen König. Gaius Julius Caesar: Der mächtigste Mann des mächtigsten Reichs der Welt. Lange konnte er sich auf dem Thron halten. Sein Neffe Octavius soll des Onkels Handwerk des Krieges und der Unterdrückung erlernen. Pompeius, Caesars einstiger Mitstreiter, will jedoch die Krone um jeden Preis aus Rom verbannen.

„Im Kern geht es um die Frage, ob Octavius bereit ist, einen Despoten zu akzeptieren oder ob er dabei hilft, seinen Onkel abzusetzen, sprich: zu ermorden“, sagt Hans Dreher, der mit und in seinem Stück „voll den Römer-Krimi bedienen“ will. So wie in der Rottstraße 5, sagt er, sei die Cäsaren-Geschichte noch nie erzählt worden. Dass die Farben Roms – grün, weiß, rot – dieselben sind wie die von NRW und damit des Ruhrgebiets, ist natürlich alles andere als ein Zufall. Krone und Currywurst? Mal sehen, was so alles möglich ist in dieser Aufführung.

Es spielen Maximilian Strestik (Caesar), Alexander Ritter (Octavius) und in der Rolle des Pompeius die Schauspielerin Maelle Giovenetti-Metzger. Erstmals kommt ein Sprechchor zum Einsatz, dem sechs Jugendliche des Rottstraße 5-Jugendclubs „Young’n’Rotten“ angehören.