Der Existenzgründung den Weg ebnen

Die Selbstständigkeit klingt für viele junge Menschen verlockend, kann man doch auf Vorgesetzte verzichten und sich die Arbeitszeiten selbst einteilen. Doch natürlich gibt es in der Selbstständigkeit einiges zu beachten. Die Gründermesse Start-Up Mittleres Ruhrgebiet bot am Freitag einen ersten Anlaufpunkt für interessierte Neugründer und solche, die es werden wollen. Ganz wichtig, da sind sich alle einig: Ein guter Businessplan ist die halbe Miete.

Mit einem guten Unternehmensplan kann der Gründer schließlich auch die Investoren überzeugen, die für die Existenz anfangs so wichtig sind. Anlaufstellen, um sich einen Einblick in die Anforderungen und Möglichkeiten zu verschaffen, gab es an diesem Tag einige, zum Beispiel beim Finanzamt: „Den häufigsten Tipp, den wir hier geben, ist, dass wenn Leute nicht mehr weiterwissen, sie nicht den Kopf in den Sand stecken, sondern einfach mal zum Finanzamt gehen sollen“, so Susanne Stemmer. Wer Räume für sein junges Unternehmen sucht, ist zum Beispiel mit dem Bio-Medizin-Zentrum (BMZ) und beim Energieeffizienz-Zentrum (EEZ) gut beraten.

Die Entwicklungsgesellschaft Ruhr stellt hier einen oder mehrere Büroräume, Werkstätten und Lagerflächen zur Verfügung. Durch die fachliche Spezialisierungen der Zentren haben Neugründer ihren Sitz direkt neben etablierten Unternehmen und können so besser Kooperationen eingehen. Der Andrang ist groß: „Das EEZ ist nach einem Jahr nun bereits zu 70 Prozent ausgelastet. Zum Teil müssen wir mittlerweile sogar eine Auswahl treffen“, so Christof Weiser.

Die Start-Up-Messe war ein voller Erfolg. Rund 500 Interessierte kamen, um sich zu informieren und es gab 21 Aussteller. So kann die IHK nach der Messe oft einen Anstieg bei der Nachfrage zum Beratungsangebot feststellen. Und auch Messe-Besucherin und baldige Unternehmensgründerin Kristina Renske ist zufrieden: „Wir haben bereits im Vorfeld einiges geklärt. Aber ein paar Tipps findet man hier immer noch.“

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