Demonstrations-Leiter widerspricht der Bochumer Polizei

Rund 120 Polizeikräfte sicherten eine Demo auf dem Husemannplatz ab und richteten Absperrungen ein. Im Hintergrund kamen 100 bis 200 Gegendemonstranten zusammen. Die Stimmung wurde immer angespannter. Foto:Olaf Ziegler
Rund 120 Polizeikräfte sicherten eine Demo auf dem Husemannplatz ab und richteten Absperrungen ein. Im Hintergrund kamen 100 bis 200 Gegendemonstranten zusammen. Die Stimmung wurde immer angespannter. Foto:Olaf Ziegler
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Kritik am Einsatz bei Demos zum Thema Flüchtlinge: Die Beamten sollen überzogen vorgegangen und der Grund für die Demo-Absage gewesen sein.

Bochum. Mit Vehemenz hat der Leiter der Demonstration „Flüchtlinge willkommen“, die am Sonntag abgesagt wurde, der Polizei widersprochen. Wie Michael A. Niggemann am Montag betonte, stimme es nicht, dass die Demo wegen gewaltbereiter und aggressiver Teilnehmer in eigenen Reihen abgesagt worden sei, wie es die Polizei in der WAZ erklärt hatte.

„Grund für die Absage waren ausschließlich das aggressive Verhalten der Polizei sowie die Androhung weiterer Repressionen“, so Niggemann. „Unter den Teilnehmern der Demonstration gab es einen breiten Konsens, dass es zu keinerlei Eskalationen kommen soll – auch, um die Geflüchteten nicht zu gefährden.“ Der Polizei sei auch – anders als von ihr dargestellt – bereits „früh mitgeteilt“ worden, „dass wir eine Absage aufgrund des Verhaltens der Polizei erwägen“.

„Somit sind die Spekulationen des Polizei-Pressesprechers über andere Beweggründe entweder auf fehlende Kommunikation in der Behörde zurückzuführen – oder aber eine absichtliche Falschdarstellung.“ (B.Ki.)