Das Weiterbildungskolleg kooperiert mit der Stadtbücherei

Markus Rensinghoff
Stadtbücherei und Volkshochschule sind in einem Gebäude untergebracht.
Stadtbücherei und Volkshochschule sind in einem Gebäude untergebracht.
Foto: Ingo Otto / WAZ FotoPool
Anfang der Woche unterzeichneten Waltraud Richartz-Malmede und Dr. Heinrich Brinkmöller-Becker, der Direktor des Weiterbildungskollegs, eine Kooperationsvereinbarung der Bildungspartnerinitiative „Bibliothek und Schule“. Die Stadtbücherei setzt damit eine inzwischen achtjährige Tradition fort.

Bochum. Die Stadtbücherei Bochum begrüßt jährlich etwa 800.000 Besucher. Viele davon sind Kinder, Schülerinnen und Schüler. Für Waltraud Richartz-Malmede, die Leiterin der Stadtbücherei, hat diese Institution neben dem Bildungsauftrag einen weiteren. „Wir wollen, dass Kinder uns so früh wie möglich kernen und schätzen lernen.“ Lesen bindet.

Das soll nun auch „vertraglich“ mit den „Studierenden“ des Ottilie-Schoenewald-Weiterbildungskolleg funktionieren. Anfang der Woche unterzeichneten Richartz-Malmede und Dr. Heinrich Brinkmöller-Becker, der Direktor des Weiterbildungskollegs, eine Kooperationsvereinbarung der Bildungspartnerinitiative „Bibliothek und Schule“.

Stadtbücherei setzt Tradition fort

Die Stadtbücherei setzt damit eine inzwischen achtjährige Tradition fort. 2006 wurden mit sieben Schulen Vereinbarungen getroffen. Inzwischen sind es 18 Schulen, mit dem Weiterbildungskolleg 19 Schulen. Weitere können, sollen, dürfen folgen sagt Richartz-Malmede.

„Durch so eine Vereinbarung entsteht ein anderer Grad von Verbindlichkeit. Es ist eine Zusammenarbeit, nicht weil es so ist, sondern weil sie so gewollt ist. Sie macht die Arbeit für uns zudem einfacher, weil planbarer. Jede interessierte Schule kann sich mit uns in Verbindung setzen. Das Spektrum der Zusammenarbeit ist groß.“

Lernort für Schülerinnen und Schüler

Es umfasst neben der normalen Einführung (was steht wo und wie leihe ich es aus) einen Lieferdienst für speziell zusammengestelltes Unterrichtsmaterial, die Teilnahme an Autorenlesungen oder Lesenächten. Unterricht kann in der Bücherei stattfinden, den Schülern wird der Umgang mit den neuen Medien zu Recherchezwecken beigebracht. „Wir werden auch immer mehr zum Lernort für die Schülerinnen und Schüler“, sagt Richartz-Malmede.

„Unsere Studierenden haben großes Interesse an der Zusammenarbeit mit der Bücherei. Es geht dabei auch um Interesse an Kultur“, sagt Brinkmöller-Becker, der von einer Win-Win-Situation für beide Seiten spricht. „Wir haben die Erfahrung gemacht, dass unsere Studierenden über uns das erste Mal mit der Bibliothek in Kontakt treten. Wir haben schon immer auf ein nachhaltiges Verhältnis gehofft und unsere Studierenden angehalten, die Möglichkeiten der Bibliothek kontinuierlich zu nutzen. Ich sehe den Vertrag positiv, weil er eben auch im Bewusstsein des Kollegiums verankert ist. Schon recht früh nach Bekanntwerden der geplanten Zusammenarbeit hat es Anfragen zu Unterrichtsmaterialen und Medienboxen gegeben. Diese Art der Unterstützung ist ein toller Service.“