Das Schauspielhaus Bochum greift die Opel-Krise auf

Jürgen Boebers-Süßmann
So sieht das Cover des Spielzeitmagazins 2012/13 des Schauspielhaus Bochum aus.
So sieht das Cover des Spielzeitmagazins 2012/13 des Schauspielhaus Bochum aus.
Foto: Schauspielhaus
Ganz auf die Opel-Krise zugeschnitten ist die neue Spielzeit 2013/14 im Schauspielhaus Bochum. Was man schon am Programmheft erkennen kann. „This ist not Detroit“ prangt es auf dem Titel. Gemeint ist damit ein internationales Kunst- und Kreativprojekt, das zur Bewältigung der Opel-Krise beitragen möchte.

Bochum. Nein, Bochum ist nicht Detroit. Aber die dort bei GM getroffenen Entscheidungen zur Schließung des Werks strahlen bis nach Bochum aus. Auch wenn die Auswirkungen dieses Entschlusse erst in den folgenden Jahren massiv sichtbar werden dürften. „Die Auseinandersetzung um das Opel-Werk zeigt, wie sehr lokale Entwicklungen von globalen Bedingungen abhängen“, so Intendant Anselm Weber. Deshalb zieht das Bochumer Schauspielhaus zusammen mit dem Ruhr.2010-Nachfolger „Urbane Künste Ruhr“ ein internationales Stadtprojekt und Kunstfestival mit dem Titel „This is not Detroit“ auf.

Gefragt wird nach der Zukunft der Stadt. Dazu kommen Künstler, Architekten, Stadtplaner und Wissenschaftler aus Deutschland, Polen, Spanien und Großbritannien nach Bochum. Hier werden sie die Veränderungen im städtischen und sozialen Raum befragen, sich mit den Entwicklungen auseinandersetzen und Verbindungen zwischen den vier europäischen Opel-Städten (Bochum, Saragossa, Gleiwitz, Ellesmere Port), ihren Einwohnern und den Belegschaften herstellen. Das Ganze soll, künstlerisch gebrochen, auf die Bühne gebracht werden.

Das detaillierte Programm soll im Herbst vorgestellt werden.