Chemie und Bio: Deutschlands bester Lehrer kommt aus Bochum

Florian Schaller mit einigen Schülern.
Florian Schaller mit einigen Schülern.
Foto: Haenisch / Funke Foto Services
Der Bochumer Oberstudienrat Florian Schaller von der Schiller-Schule ist zu Deutschlands bestem naturwissenschaftlichen Lehrer gekürt worden.

Bochum/Oldenburg.. Florian Schaller erhielt am Dienstag in Oldenburg den Klaus-von-Klitzing-Preis, der mit 15.000 Euro dotiert ist, wie die Oldenburger EWE-Stiftung mitteilte. Der 48-Jährige unterrichtet Biologie und Chemie an der Schiller-Schule in Bochum.

"Mit seinem außergewöhnlichen Einsatz, seinen didaktischen und pädagogischen Fähigkeiten sowie mit seinem unerschöpflichen Einfallsreichtum bei der Vermittlung naturwissenschaftlicher Inhalte weckt Florian Schaller bei Kindern und Jugendlichen viel Neugier und Begeisterung für Forschung", begründete die Jury ihre Entscheidung.

Lehrer-Preis wird seit 2005 verliehen

Die Universität Oldenburg und die EWE-Stiftung zeichnen seit 2005 jährlich Deutschlands beste Lehrer für Naturwissenschaften aus. Der Jury lagen 36 Bewerbungen aus dem gesamten Bundesgebiet vor. Schaller kam den Angaben zufolge erst über Umwege zum Lehrerberuf. Nach seiner Promotion 1997 absolvierte er noch ein Zweitstudium in Spanisch und Philosophie. Erst nach weiteren Forschungsarbeiten sei er 2007 in den praktischen Schuldienst eingestiegen.

Der Pädagoge unterrichtet seit 2015 an der Schiller-Schule in Bochum und entwickelte dort ein "Schillermobil" für naturwissenschaftliches Lernen. "Mobil" steht dabei als Abkürzung für ein "Molekularbiologisches Labor", das beweglich ist und zu Forschungsorten transportiert werden kann.

"Florian Schaller ist ein Teamarbeiter"

Kollegen beschrieben Schaller als Teamarbeiter, dem es insbesondere um das Wohl seiner Schüler gehe, hieß es. Er habe viele Schüler für die Naturwissenschaften begeistert und "damit vermutlich vielen von ihnen sogar den Weg in ein entsprechendes Studium bereitet".

Der Preis ist nach dem deutschen Physik-Nobelpreisträger Professor Klaus von Klitzing (73) benannt, der seine Grundschulzeit in Oldenburg verbrachte. Der Wissenschaftler ist heute Direktor am Max-Planck-Institut für Festkörperforschung in Stuttgart, Mitglied des Internationalen Solvay Instituts und Ehrendoktor der Oldenburger Carl-von-Ossietzky-Universität. (epd)

 
 

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