Buch-Tipps für den Lesesommer

Sommerzeit, Lesezeit!
Sommerzeit, Lesezeit!
Foto: Cultura RM/Masterfile
  • WAZ stellt fünf Neuerscheinungen aus Bochum vor.
  • Spektrum reicht vom Thriller bis zum großen Roman.
  • Auch ein Reiseführer Ruhrgebiet ist dabei.

Bochum.. Die Sommerferien schreiten voran, aber noch sind ja noch drei Wochen Zeit, um auch mal der Muße zu frönen. Sei es im Urlaub oder auf dem Balkon. Und auch, wenn die vorlesungsfreie Zeit nun an den Hochschulen beginnt, so ist die freie Lesezeit zum Glück nicht offiziell limitiert. Dabei gilt: Auch Bochumer Neuerscheinungen sind es wert, dass man einen oder auch mehrere Blicke hinein wirft.

Hans Gebert: „Zufälle“

Hans Gebert ist pensionierter Studienrat, und in seinem ersten Krimi „Zufälle“ wird ausgerechnet ein Schulleiter ermordet. Das kann doch kein Zufall sein... Der Wattenscheider Gebert ist in GE, also gleich nebenan, aufgewachsen und entsprechend ist sein Buch mit viel Ückendorfer Lokalkolorit gefüttert. Der Krimi aus dem Pädagogenmilieu wasserdicht erzählt, die Story hält die Spannung (Ruhrliteratur-Verlag, 12,99 Euro).

Alexandra Huß: „Weiße Hand wie Schnee“

Abgründige Krimis sind ziemlich in Mode, und wie geschickt man zwischen Horror- und Psychoelementen balancieren kann, das beweist die Bochumerin Alexandra Huß mit „Weiße Hand wie Schnee“. Der Thriller um fatale Begegnungen in den schottischen Bergen ist düster und beklemmend, Abgründe tun sich auf. Huß schreibt handfest und in einem Stil, der das Grauen mit Rotzigkeit unterläuft (Ganymed Edition, 14 Euro).

Werner Streletz: „Rückkehr eines Lokalreporters“

Ein Lokalreporter besucht die Kleinstadt, in der er mal ge­arbeitet hat: damals eine Zeit der beruflichen Tücke und pri­vaten Ungewissheit. Schnell wird klar: das Vergangene ist nicht vorbei. Immer wieder stößt Michael, der Protagonist in Werner Streletz’ Roman „Rückkehr eines Lokalreporters“ an die Mauern seines ganz persönlichen Lebens-Labyrinths. Die Sinnsuche wird zum Trip ins eigene Fremdsein. (Projektverlag, 13,80 Euro).

Rainer Küster: „Schuldenspiel“

Mord im Schauspielhaus: Ein Gaststar aus der Schweiz, der in einer umstrittenen „Wilhelm Tell“-Aufführung reüssiert, verschwindet. Hauptkommissar Erich Rogalla vom KK 11 übernimmt, die Spur führt zur Zeche Hannover nach Hordel... Rainer Küster jongliert in „Schuldenspiel“ gewohnt souverän mit Typen, Klischees und dem besonderen Flair seiner Heimatstadt Bochum. Sehr gelungen! (Brockmeyer-Verlag, 12,90 Euro).

Eva-Nadine Wunderlich: „Raus geht’s. Ruhrgebiet“

Kein Lesebuch im eigentlichen Sinne, aber ein guter Ratgeber für die aktive Freizeitgestaltung ist „Raus geht’s. Ruhrgebiet“. Eva-Nadine Wunderlich macht damit Lust auf Ausflüge in den Emscher Landschaftspark, der per Rad von Bochum über die Erzbahntrasse gut zu erreichen ist. Vom Seepark Lünen bis zum Kaisergarten Oberhausen wird vielerlei praktisch und familiengerecht präsentiert (Klartext-Verlag, 12,95 Euro).

 
 

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