Bochum

Brutaler Raub mit Todesfolge in Bochum: Warum das harte Vorgehen der Täter „sehr, sehr ungewöhnlich“ ist

Der brutale Raub hat nicht nur die Nachbarschaft in der „Kappskolonie“ in Bochum-Hordel erschüttert.
Der brutale Raub hat nicht nur die Nachbarschaft in der „Kappskolonie“ in Bochum-Hordel erschüttert.
Foto: dpa

Bochum. Sie kamen am hellichten Tag nach Hause. Nichtsahnend betreten sie ihre Doppelhaushälfte in Bochum-Hordel. Er (†68) geht in den Garten. Sie (71) bleibt im Haus.

Plötzlich stehen zwei maskierte Männer vor ihr. Mit der älteren Dame haben die Einbrecher leichtes Spiel. Wegen ihrer schweren Gehbehinderung kann sie nicht entkommen. Das Duo bringt sie zu Boden. Dann ist ihr Partner an der Reihe.

+++ Mann erstickt bei Raub in Bochum: So beschreibt die Lebensgefährtin (71) die Täter +++

Die Täter lauern dem 68-Jährigen auf, reißen auch ihn äußerst brutal zu Boden und fesseln ihn. Er sollte den Raub nicht überleben, stirbt einen unnatürlichen Erstickungstod.

Raub mit Todesfolge in Bochum ist „sehr sehr ungewöhnlich“

Selbst nach dem massiven Gewaltausbruch bleiben die Männer im Haus. Noch mindestens zwei Stunden suchen sie auf allen Etagen nach Wertgegenständen.

Volker Schütte, Sprecher der Polizei Bochum, bezeichnet das gesamte Vorgehen der Täter als „sehr sehr ungewöhnlich“. Einbrecher würden in aller Regel flüchten, wenn sie überrascht werden.

Genau der Fall habe sich nach Angaben des Polizeisprechers erst vor wenigen Tagen in der unmittelbaren Nachbarschaft zugetragen.

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Mehrere Einbruchsversuche in der „Kappskolonie“

In den Tagen vor dem brutalen Raub am Montag gab es drei weitere Einbruchsversuche in der so genannten „Kappskolonie“, so Schütte. Unklar ist, ob diese miteinander in Verbindung stehen.

In einem der Fälle wurden die Einbrecher vom Hauseigentümer überrascht und suchten sofort das Weite. Das brutale Vorgehen am Montag fällt da aus der Reihe und sei laut Polizeisprecher äußert selten.

Fall erinnert an Mord an der Rottstraße

Das schonungslose Vorgehen erinnert Schütte an den brutalen Mord an der Rottstraße im Jahr 2017. Damals wurde ein Ehepaar (78 / 79) in der eigenen Wohnung übel zugerichtet. Beide starben. Mehr zu dem Fall liest du hier >>>

Damals bestand eine Verbindung zwischen Täter und den Opfern. Das Ehepaar hätte ihren Peiniger identifizieren können.

Doch am Montag waren die Männer maskiert, sprachen offenbar nicht die deutsche Sprache. Indizien dafür, dass sich Täter und Opfer nicht kannten. Warum die Tat trotzdem diesen schrecklichen Verlauf genommen hat, ist derzeit völlig schleierhaft.

 
 

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