Bochum

Brand hält Mutter und Kind im Dachgeschoss gefangen: „Wir kommen nicht mehr aus unserer Wohnung heraus!“

In der Dachgeschosswohnung des Wohnhauses an der Markstraße saßen Mutter und Kind fest.
In der Dachgeschosswohnung des Wohnhauses an der Markstraße saßen Mutter und Kind fest.
Foto: WTV News

Bochum. Am frühen Montagmorgen schnitt ein Feuer in Bochum zwei Personen alle Fluchtwege ab. Eine Frau und ihr Sohn saßen in ihrer Dachgeschosswohnung an der Markstraße in Weitmar-Mark fest. Im Keller des Hauses hatte sich der Brand entzündet.

Gegen 4.45 Uhr schickte die Mutter einen Hilferuf an die Feuerwehr: „Hier ist alles Verraucht, mein Sohn und ich kommen nicht mehr aus unserer Wohnung heraus!", beschrieb sie die Situation am Telefon.

Eine Spaziergängerin hatte ebenfalls starke Rauchentwicklung an dem Mehrfamilienhaus wahrgenommen.

Feuerwehr-Leitstelle gibt genaue Anweisungen übers Handy

Die Feuerwehr rückte sofort mit zwei Löschzügen aus. Am Handy beruhigte währenddessen eine Einsatzkraft die Bewohnerin. Er forderte sie auf, sich an einem Fenster bemerkbar zu machen und alle Türen zu schließen.

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Dies half den Feuerwehrleuten vor Ort. Als sie eintrafen, konnten sie die Frau und ihren jugendlichen Sohn an einem Fenster des Dachgeschosses ausmachen. Aus mehreren Fenster drang bereits zu diesem Zeitpunkt dichter Brandrauch.

Über eine Drehleiter konnten Mutter und Kind gerettet und in Sicherheit gebacht werden. Nach einer Untersuchung wurden beide mit dem Verdacht auf eine Rauchvergiftung in ein Krankenhaus gebracht.

Weitere Etagen des zweigeschossigen Gebäudes waren unbewohnt, sodass sonst niemand zu Schaden kam.

Unrat im Keller als Auslöser?

Brandherd war Unrat in einem Kellerraum. Mit einem Strahlrohr waren die Flammen schnell abgelöscht. Vorsichtshalber kontrollierte Atemschutztrupps auch alle anderen Räume des Gebäudes. Anschließend wurde der Brandrauch mit Hochleistungslüftern aus dem Gebäude geblasen.

Um 6.25 Uhr konnte der Einsatz beendet werden. Insgesamt 35 Einsatzkräfte waren vor Ort. Die Kriminalpolizei ermittelt nun die genaue Brandursache. (mb)

 
 

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