Bochums Oberbürgermeisterin verurteilt Rassismus an Disco-Tür

Dem SPD-Landtagsabgeordneten Serdar Yüksel ist der Zutritt in die Bochumer Disco Prater verwehrt worden. Nun reagiert Bochums Oberbürgermeisterin auf den Bericht über Rassismus im Alltag. "Diskriminierung darf es in Bochum nicht geben!", sagt Ottilie Scholz.

Bochum. „Wir bekämpfen alle Formen von Diskriminierung, wie Rassismus, Antisemitismus, religiöse und ethnische Verfolgung und fördern die Entwicklung der Vielfalt in Bochum.“ Ottilie Scholz (65, SPD) zitiert in einer Stellungnahme zum WAZ-Bericht über die rassistische Auslese an der Discotür des Prater aus dem Integrationskonzept der Stadt Bochum. Bei einem Test der WAZ war u.a. dem SPD-Landtagsabgeordneten Serdar Yüksel der Zutritt in die Disco eindeutig allein aufgrund seines Aussehens verwehrt worden.

„Bochum ist eine weltoffene Stadt“, so die Oberbürgermeisterin. „Seit vielen Jahren leben hier Menschen unterschiedlicher Kulturen, Hautfarben und religiösen Identitäten friedlich zusammen. Das Miteinander eröffnet Chancen und prägt unsere moderne Gesellschaft. Wir alle setzen uns dafür ein, ein Klima der Akzeptanz und des gegenseitigen Vertrauens zu schaffen.

Zusammenarbeit mir anderen Ruhrgebietsstädten

Allein bei der Stadtverwaltung Bochum arbeiten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus 46 Ländern. Mit Sorge habe ich zur Kenntnis genommen, dass es in einer Bochumer Diskothek – und offenbar nicht nur dort – zu Fällen von Diskriminierung gekommen ist. Ich verurteile diese Vorkommnisse. Sie passen nicht in die Kultur unserer offenen Stadtgesellschaft. Diskriminierung darf es in Bochum nicht geben!“

Die Verhinderung von Diskriminierung sei eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, schreibt Scholz. „Bereits 2008 sind wir der Charta der Vielfalt beigetreten und leben die Grundsätze des respektvollen Miteinanders.“

Die Oberbürgermeisterin verweist zudem auf die Zusammenarbeit mit anderen Städten im Ruhrgebiet zur Erarbeitung von Konzepten, Integration und Gleichberechtigung zu realisieren und zu leben. Integration könne aber nicht verordnet werden, sondern könne nur gelingen, wenn sie miteinander gelebt werde.

 
 

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