Bochums Arbeitsagentur-Chef wird Sozialdezernent in Gelsenkirchen

Blumen für Gelsenkirchens neuen Sozialdezernenten: Oberbürgermeister Frank Baranowski gratuliert Luidger Wolterhoff, der Bochum verlässt.
Blumen für Gelsenkirchens neuen Sozialdezernenten: Oberbürgermeister Frank Baranowski gratuliert Luidger Wolterhoff, der Bochum verlässt.
Foto: FUNKE Foto Services
Luidger Wolterhoff wechselt voraussichtlich im September nach Gelsenkirchen. Der Gelsenkirchener hatte im November 2012 die Leitung der Bochumer Arbeitsagentur übernommen.

bochum/Gelsenkirchen. Voraussichtlich im September bekommt die Bochumer Agentur für Arbeit einen neuen Geschäftsführer. Dann wird der bisherige Stelleninhaber Luidger Wolterhoff seine neue Tätigkeit als Sozialdezernent der Stadt Gelsenkirchen antreten. Wie erwartet hat der Stadtrat in Gelsenkirchen den 54-Jährigen einstimmig zum Beigeordneten für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Verbraucherschutz gewählt.

Von „einer neuen Herausforderung“ spricht Wolterhoff. Nach 25 Jahren bei der Bundesagentur biete ihm sich jetzt die Möglichkeit, die gesamte soziale Situation in einer Stadt mit zu gestalten. „Ganz neu werde ich mich in das Thema Gesundheit einarbeiten müssen.“

Der Gelsenkirchener hatte im November 2012 die Leitung der Bochumer Arbeitsagentur übernommen und war dabei an seine frühere Wirkungsstätte zurück gekehrt. Bereits zwischen 2004 und 2009 hatte der Diplom-Theologe und Diplom-Ökonom die Agentur geleitet. Wer künftig seine Aufgaben übernimmt, darüber werde die BA-Zentrale auf Vorschlag der Regionaldirektion Düsseldorf entscheiden. Wolterhoff: „Ich gehe davon aus, dass die Nachfolge einige Wochen vor meinem Wechsel geregelt ist.“

Schwerpunkte für Nachfolger: Ausbildungsmarkt und Dauerarbeitslosigkeit

Abgesehen davon, dass sich die Aufgaben der Arbeitsagentur in weiten Teilen des Ruhrgebiets ähneln, sieht der scheidende Agenturchef in Bochum zwei Schwerpunkte: den Ausbildungsmarkt und die Bekämpfung von Dauerarbeitslosigkeit durch Qualifizierung und Schaffung eines sozialen Arbeitsmarkts.

In Gelsenkirchen hatte die Personalie des Sozialdezernenten für einige Aufregung gesorgt. Die CDU, die das Vorschlagsrecht für die Position hat, hatte Wolterhoff, dem eine gewisse Nähe zu den Christdemokraten nachgesagt wird, vorgeschlagen. Den Wunsch von Partei-Chef Oliver Wittke, der CDU beizutreten, lehnte Wolterhoff ab. Weil danach ein konsensfähiger Kandidat für den vakanten Posten fehlte, beauftragte die Stadt einen Personaldienstleister mit der Suche. „Und da habe ich meinen Hut in den Ring geworfen“, so Wolterhoff. Unter einigen Bewerbern entschied sich die Findungskommission für den Bochumer Agentur-Chef, der nun auch von der CDU mitgewählt wurde. Gegenüber der WAZ erklärte Wolterhoff, er gehöre weiterhin keiner Partei an.

 
 

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