Bochumer wegen Besitzes von Kinderpornografie verurteilt

Bernd Kiesewetter
Zu der Bewährungsstrafe muss der Bochumer eine bereits begonnene Sexualtherapie fortführen und 60 Sozialstunden ableisten.
Zu der Bewährungsstrafe muss der Bochumer eine bereits begonnene Sexualtherapie fortführen und 60 Sozialstunden ableisten.
Foto: Uwe Schaffmeister
Wegen Besitzes von kinderpornografischen Materials ist ein 38-jähriger Bochumer zu einer15 Monate langen Bewährungsstrafe verurteilt worden. Bei einer Durchsuchung hatte die Polizei im Oktober 2012 mindestens 500 Bilddateien gefunden, die schwere Sexualverbrechen an Kindern zeigen.

Bochum. „Damit werden Sex-Gangster unterstützt“, sagte Richter Dr. Axel Deutscher zum Angeklagten (38) und führte ihm vor Augen, dass er mit dem Besitz von kinderpornografischen Bildern auch den realen sexuellen Missbrauch gefördert hatte.

Die Polizei hatte im Oktober 2012 die Wohnung des Bochumers durchsucht und dabei auf mehreren Datenträgern (PC, DVD, USB-Sticks usw.) mindestens 500 Bilddateien mit kinderpornografischen Inhalten entdeckt. „Diese Bilder sind übelst und grauenvoll“, sagte der Richter. „Jeder, der das herunterlädt, unterstützt die Missbrauchstaten.“

15 Monaten Haft auf Bewährung

Das Schöffengericht verurteilte den bisher unbestraften Mann zu 15 Monaten Haft auf Bewährung. Außerdem muss er eine bereits begonnene Sexualtherapie fortführen und 60 Sozialstunden ableisten. Er habe sich zur Tatzeit zu Hause wohl eingeigelt und müsse jetzt mal draußen, jenseits der virtuellen Welt, erfahren, wie das reale Leben sei. Aufgeflogen war der Täter, nachdem das Bundeskriminalamt in einem überregionalen Verfahren gegen Kinderpornografie ermittelt hatte.

Der Angeklagte sagte im Prozess: „Ich konnte mich selbst nicht mehr im Spiegel ansehen. Ich schäme mich in Grund und Boden.“