Bochumer Stadtring wird zur Autobahn ausgebaut

Nordhausenring Richtung Wattenscheid fotografiert am Mittwoch, 06.06.2012 von der Brücke der Universitätsstraße. Hier wird ab Montag, 11.06.2012 eine Baustelle eingerichtet. Bochum,
Nordhausenring Richtung Wattenscheid fotografiert am Mittwoch, 06.06.2012 von der Brücke der Universitätsstraße. Hier wird ab Montag, 11.06.2012 eine Baustelle eingerichtet. Bochum,
Foto: WAZ FotoPool

Bochum.. Nachdem in der letzten Woche die Arbeiten zum Westkreuzausbau im Bereich der Wattenscheider Straße intensiviert wurden, geht es vom kommenden Montag an auf dem rund 4,6 Kilometer langen Teilstück des derzeitigen Nordhausen-, Oviedo-, und Donezkring zur Sache. Projektleiterin Annegret Schaber rechnet damit, dass die Arbeiten zwei Jahre, bis Mitte 2014 dauern werden. Insgesamt 31 Millionen Euro – etwa 1,8 Millionen davon trägt die Stadt – kostet das Projekt, das die Straße zur Autobahn werden lassen soll. Neben Westkreuz und Querspange ist es eines der Herzstücke der „Bochumer Lösung“.

Für die Autofahrer wichtig: Die Strecke ist in drei Abschnitte unterteilt. Den Beginn macht der Abschnitt von der Universitätsstraße bis zur Wasserstraße. Dabei legt der Bauherr Straßen. NRW Wert darauf, dass niemals zwei Aus- oder Auffahrten gleichzeitig gesperrt bleiben. Zunächst läuft von nächster Woche an der Verkehr in diesem Bereich in zwei allerdings eingeengten Fahrspuren Richtung A 40/Wattenscheid und einer Fahrspur in Richtung Witten.

Diskussion wegen Opel

Autobahn Erneuert werden unter anderem die kompletten Asphaltdecken, die Beschilderungen und zum Teil auch die Entwässerung und Schutzeinrichtungen. Hinzu kommt die Instandsetzung von insgesamt 13 Brücken auf dieser Strecke. Wohl aufwendigster Akt dürften die Arbeiten an 560 Meter langen Tunnelröhre werden. Sie genügt schon lange nicht mehr den Sicherheitsstandards, weshalb seit einigen Jahren regelmäßige Überprüfungen notwendig wurden. Die Tunnelröhren sollen durch einen neuen Querschlag (Rettungsweg) miteinander verbunden werden.

Im Rahmen der Diskussion um die Zukunft des Opelwerks gibt es immer wieder Mutmaßungen, ob denn die einst nach dem Autohersteller benannte Querspange tatsächlich gebaut wird. Denn seit Monaten tut sich nicht im Bereich der Höfestraße/Schattbachstraße. Diesen Gerüchten widerspricht Michael Gebert, Leiter der Straßen. NRW-Niederlassung-Ruhr, die das Projekt durchführt, energisch. „Unsere Arbeiten hängen in keiner Weise am Opel-Werk.“ Vielmehr kündigt er an, dass im Herbst dieses Jahres erste bauvorbereitende Maßnahmen, etwa an der Opel-Werksbahntrasse in Angriff genommen werden sollen.

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