Bochum

Ein bisschen wie bei Al Capone: Wie unbezahlte Garagen-Mieten die Polizei auf die Spur der „Audi-Bande“ brachten

In einer Garage in Bochum fand die Kriminalpolizei Material zur Geldautomaten-Sprengung.
In einer Garage in Bochum fand die Kriminalpolizei Material zur Geldautomaten-Sprengung.
Foto: Stephan Witte / KDF
  • Weil seit einigen Monaten die Zahlungen ausstanden, ließ ein Bochumer seine Mietgarage öffnen
  • Darin fand er ein Luxusauto und reichlich Material, das zur Sprengung von Geldautomaten benutzt wird
  • Die Spur scheint zur „Audi-Bande“ zu führen

Bochum. Weil er seit Monaten keine Miete mehr für seine Garage bekommen hatte, ließ ein Vermieter das Objekt in Bochum-Hofstede öffnen.

Was zunächst nach Alltag klingt, ist offenbar ein Durchbruch für die Kriminalpolizei in NRW.

Material zur Automatensprengung

In der Garage: Gasflaschen, kanisterweise Chemikalien, verschiedene KfZ-Kennzeichen und ein 450-PS-Audi.

All das scheint das Material der „Audi-Bande“ zu sein, die seit Monaten Geldautomaten in NRW sprengt.

Das zumindest bezeichnet die Polizei als „höchswahrscheinlich“.

Mit 450 PS vor der Polizei geflohen

Mit PS-Monstern wie dem gefundenen und in den Niederlanden als gestohlen gemeldeten Audi RS 5 schaffte die Bande es immer wieder, in teils spektakulären Verfolgungsjagden vor der Polizei zu fliehen.

Der Zufallsfund in Bochum scheint nun ein Durchbruch auf der Suche nach den Automatensprengern zu sein.

Die Zahl der Geldautomaten-Sprengungen hatte sich im vergangenen Jahr in Nordrhein-Westfalen von 67 im Vorjahr auf 136 Fälle mehr als verdoppelt.

(dso/dpa)

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