Bochumer Bürger sollen Paten ausländischer Studenten werden

Willkommen in Bochum: Vor einer Weile begrüßte ein Plakat Neuankömmlinge am Hauptbahnhof.
Willkommen in Bochum: Vor einer Weile begrüßte ein Plakat Neuankömmlinge am Hauptbahnhof.
Foto: RUB
Bürger der Stadt und internationale Studenten sollen sich besser kennenlernen und davon profitieren. „BeComing Friends“ ist dafür eine Idee von Akafö, Univercity und Stadt. Damit soll die Willkommenskultur in Bochum verbessert werden.

Bochum. Für so manchen der gut 4000 ausländischen Studierenden aus 120 Nationen, die an der Ruhr-Universität studieren, wäre es schon ein besonderes Ereignis, einmal am Mittagessen einer einheimischen Familie teilzunehmen. Das Akafö hat bei Befragungen herausgefunden, dass die Gaststudenten es als ein Manko empfinden, so wenig Kontakte zu Bürgern außerhalb des Campus zu bekommen. Dies zu ändern, ist jetzt „BeComing Friends“ angetreten, eine Initiative des Akafö, die kooperiert mit Univercity und der Stadt Bochum.

„Die Bürger sollen Botschafter der Stadt Bochumer werden, im Gegenzug lernen sie die Alltagskultur des Landes kennen, aus dem ihr Pate kommt“, erläutert Elena Fedotova, Projektleiterin die Idee. Über das Projektbüro werden die Patenschaften vermittelt, je nach Interessen können dann Schwerpunkte festgelegt werden. Ideen sind gegenseitige Hilfe bei der Sprache, gemeinsame Aktivitäten in Hinsicht auf Kultur, Sportveranstaltungen, Kulinarik. Das Programm basiert auf Freiwilligkeit, niemand ist verpflichtet, Stunden abzuarbeiten oder die Patenschaft aufrechtzuerhalten, sollte es zu Problemen kommen. Das Projektbüro stellt dabei zunächst den Kontakt her, anschließend sollen die Paare selbst entscheiden, was zu unternehmen ist.

Kleines Rahmenprogramm

Das Akafö organisiert lediglich eine kleines Rahmenprogramm – so wird es voraussichtlich einmal pro Semester einen gemeinsamen Abend geben.

Wie Johanna Hüttner vom Projektbüro Univercity und Dr. Lars Tata von der Stadt unisono sagen, steht eine Verbesserung der Willkommenskultur als zentrales Anliegen im Mittelpunkt der Aktion. Diese sei, so Tata, einerseits eine Selbstverständlichkeit, jedoch andererseits tatsächlich ein Standortvorteil: „Wie sich Menschen an eine Stadt erinnern, ist ein wichtiger Faktor. Deshalb haben wir das Thema ins Rahmenkonzept Wissenschaftsstadt aufgenommen.“

Konkret steht aber zunächst einmal ein Kennenlernen im Vordergrund. Elena Fedotova sagt: „Es ist auch ein wenig ein Abenteuer, eine Begegnung, ein Experiment für die Beteiligten.“ Doch langfristig hoffe man darauf, auch lange internationale Freundschaften anbahnen zu können. Für Bochumer Bürger vielleicht auch einmal „den Blick über den Tellerrand“.

Die Flyer zum Projekt liegen ab sofort in Einrichtungen der Stadt, an akademischen Orten und im International Office der RUB, darüber hinaus steht auf der Webseite auch ein ausführlicherer Anmeldebogen zur Verfügung, um passende Patenschaften einzustielen.

 
 

EURE FAVORITEN