Bochum

Bochumer sucht nach Autobahn-Crash auf Facebook nach Zeugen – und schießt sich damit möglicherweise ein Eigentor

Was ist am 28. September wirklich auf der A31 passiert?
Was ist am 28. September wirklich auf der A31 passiert?
Foto: Timm L.

Bochum. Einen schweren Verkehrsunfall hat es am 28. September auf der A31 in Höhe Groß Reken gegeben. Im Zuge des Unfalls ist ein Bochumer mit seinem Opel Corsa in der Leitplanke gelandet, wobei an seinem Auto Totalschaden entstand.

Einer der zwei Unfallbeteiligten beging Fahrerflucht, aktuell fahndet die Autobahnpolizei Münster nach dem Mann.

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Unterschiedliche Aussagen gibt es über den Verlauf des Unfalls. Laut zwei Zeugen, die noch am Unfallort von der Polizei vernommen wurden, soll es sich um ein illegales Straßenrennen gehandelt haben.

Der Fahrer des Opel Corsa ist da anderer Ansicht. Seiner Aussage zufolge, die er auch in einem Facebookpost veröffentlicht hat, sei er von dem Flüchtigen bedrängt worden.

Mehrmals hätte der andere Autofahrer ihn überholt und anschließend auch ausgebremst, woraufhin der Fahrer des verunfallten Autos habe ausweichen müssen und in der Leitplanke gelandet sei.

Wie er in seinem Beitrag weiter schreibt, habe die Polizei ihm vor Ort gesagt, dass er den Beamten gerade ein illegales Straßenrennen geschildert habe. Laut eigener Aussage sei er jedoch nicht auf ein Rennen eingegangen. Nun sucht der Mann Zeugen, die den Unfall gesehen haben.

Nutzerin: „Verfasser hat sich ein Eigentor geschossen“

Unter dem Beitrag kommentierte eine Nutzerin: „So wie es ausschaut, hat sich der Verfasser dieses Posts mit der Veröffentlichung ein Eigentor geschossen. Es gibt nämlich mehrere Zeugen, die mitbekommen haben, dass er selbst gedrängelt hat und teilweise auf der Standspur überholt hat.“

Diese Zeugen hätten sich Dank seines Posts jetzt bei der Polizei gemeldet. Die Nutzerin „hoffe, dass damit die Wahrheit ans Licht kommt. Ich hasse Autorennen auf öffentlichen Straßen, denn dadurch werden Menschenleben gefährdet.“

Zwei Zeugen sagen aus, es habe sich möglicherweise um ein Rennen gehandelt

Auf Anfrage von DER WESTEN bei der Autobahnpolizei Münster sagt eine Sprecherin, dass die Polizei bisher zwei Zeugen hat, die noch am Unfallort vernommen worden seien. Diese Zeugen hätten ausgesagt, dass man sich möglicherweise spontan zu einem Autorennen verabredet hat.

„Als Beschuldigter kann er ja erst mal erzählen, was er möchte. Inwieweit das nachher der Wahrheit entspricht, prüfen wir. Wir hören uns aber erst mal alle Zeugen an.

Ermittelt wird unter anderem wegen des Verdachts auf ein verbotenes Kraftfahrzeugrennen, Vedachts auf Gefährdung des Straßenverkehrs und bei dem zweiten Autofahrer wegen Verdachts auf unerlaubtes Entfernen vom Unfallort.

 
 

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