Bochumer (19) sorgte nach Granaten-Fund für Polizeieinsatz

Bernd Kiesewetter
Kampfmittelexperten der Feuerwehr Bochum waren im Einsatz, weil jemand im Laerholzwädlchen eine Handgranate gefunden hatte. Wie sich später rausstellte, handelte es sich um eine Übungsgranate der Bundeswehr.
Kampfmittelexperten der Feuerwehr Bochum waren im Einsatz, weil jemand im Laerholzwädlchen eine Handgranate gefunden hatte. Wie sich später rausstellte, handelte es sich um eine Übungsgranate der Bundeswehr.
Foto: Dirk Schuster/ WAZ FotoPool
Ein 19-jähriger Bochumer hat am Montagabend in einem Wäldchen eine Granate gefunden und mit nach Hause genommen. Die Feuerwehr und die Polizei wurden eingeschaltet, sogar ein Entschärfer des LKA. Das Ergebnis: Es handelte sich um eine Übungsgranate der Bundeswehr.

Bochum. Ein ungewöhnlicher Fund sorgte in der Nacht zu Dienstag für einen Einsatz der Feuerwehr, der Polizei und des Landeskriminalamtes (LKA). Ein 19-jähriger Mann aus Bochum-Querenburg hatte laut Polizei am Montag gegen 21 Uhr hinter einem Baum im Laerholzwäldchen eine Handgranate gefunden. So sagte er es jedenfalls selbst. Nachher nahm er sie mit nach Hause und deponierte sie auf dem Balkon seiner Wohnung im zweiten Stock eines Mehrfamilienhauses. Gegen 21.20 Uhr rief seine Familie, die ebenfalls dort wohnt, bei der Feuerwehr an. Denn es war offenbar unklar, ob die Granate - anfangs war sogar noch von einer „Bombe“ die Rede - scharf und gefährlich war.

Außer Kampfmittelexperten der Feuerwehr eilte auch die Bochumer Polizei herbei. Mit dem 19-Jährigen gingen die Beamten in das nahe, zwischen Hustadtring und Laerholzstraße gelegene Wäldchen, um zu schauen, ob an der Fundstelle noch weitere Kampfmittel, möglicherweise aus dem Weltkrieg, herumlagen. Doch der genaue Fundort der Granate konnte nicht mehr bestimmt werden. Weiteres Kampfmaterial wurde auf dem Waldboden aber ebenfalls nicht entdeckt.

„Es bestand zu keiner Zeit eine Gefahr“

Die gefundene Granate wurde von der Polizei als USBV behandelt - unbekannte Spreng- und Brandvorrichtung. Zur Klärung ihrer Gefährlichkeit und Herkunft wurde im Laufe des Abends ein Entschärfer des Landeskriminalamtes in Düsseldorf zu Rate gezogen. Er bekam Fotos zugeschickt. Gegen 1.30 Uhr erschien er dann aber auch selbst in Bochum.

Dabei stellte sich heraus, dass es sich um eine Übungsgranate der Bundeswehr handelt. Sie hatte keinen Sprengsatz, nur einen Brandsatz. Aber der, sagte Polizeisprecherin Kristina Räß, „war bereits zu Schlacke verbrannt“. Wie und wann genau, sei unklar. Jedenfalls: „Es bestand zu keiner Zeit eine Gefahr.“

Die Granate wurde von der Polizei entsorgt.