Bochum

Bochum: Youtuber dreht Video – plötzlich stürmt die Polizei das Set

In Bochum kam es beim Dreh eines Musikvideos zu einem Polizeieinsatz.
In Bochum kam es beim Dreh eines Musikvideos zu einem Polizeieinsatz.
Foto: imago images / Ralph Peters; privat

Bochum. Für reichlich Aufregung in Bochum hat am Sonntag der Videodreh des Rappers und Youtubers Max Cameo gesorgt. Der Rapper hatte für die Aufnahmen am Sonntagnachmittag in einer Unterführung auf dem Hustadtring mit dicker Karre und Spielzeugwaffen posiert.

Zeugen riefen daraufhin die Polizei – sie vermuteten, dass die Männer mit echten Waffen in Bochum unterwegs waren. Auf Instagram äußerte sich der Musiker nun selbst zu den Vorfällen.

Bochum: Video-Dreh endet mit Polizeieinsatz

Bei Deutschrap-Videos gehört es inzwischen fast schon zum guten Ton: schnelle Autos, Marihuana, nackte Haut und ein paar (Spielzeug-)Knarren. Eben alles, was irgendwie Eindruck schinden soll. Einen echten Polizeieinsatz zieht das allerdings in den seltensten Fällen nach sich. In Bochum ist nun allerdings genau das passiert.

Max Cameo berichtet auf Instagram von einem Dreh, bei dem es plötzlich richtig ernst wurde. Der Tätowierer erzählt, er habe für die Aufnahme auch „Equipment“ dabei gehabt, wobei er seine Finger zu einer Pistole formt. Plötzlich seien mehrere Polizeiwagen aufgetaucht und hatten die Männer umstellt.

Beamte hätten sofort „Alle die Waffen runter“ geschrien. Die Polizei sei sehr „unentspannt“ gewesen und hatte den Dreh nach Cameos Angaben für anderthalb Stunden unterbrochen. Die Beamten gingen wohl von einer möglichen Gang aus, die mit echten Waffen unterwegs war.

Polizei spricht von ungeschicktem Verhalten

Später habe sich die Situation jedoch aufgelöst. Cameo spricht von einer möglichen Anzeige wegen Verstoßes gegen das Waffengesetz. Am Ende seiner Darstellung sendet er noch „Grüße an die besorgten Bürger da draußen, die die Polizei gerufen haben, obwohl sie gesehen haben, dass wir da ein Video drehen.“ Von besorgten Bürgern gebe „es ja gerade eh viele“.

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Die Polizei bestätigte gegenüber DER WESTEN den Einsatz auf dem Hustadtring. Da ihr von „waffenähnlichen Gegenständen“ berichtet worden war, sei man mit mehreren Polizeifahrzeugen ausgerückt. Für Außenstehende sei es mitunter nicht ersichtlich gewesen sei, dass es sich um einen Videodreh handelte.

Eine Anzeige wegen Verstoßes gegen das Waffengesetz liege bislang jedoch nicht vor. Die Polizei bezeichnete das offene Tragen der Waffen als „ungeschickt“. Sinnvoll sei es, bei der Planung eines solchen Drehs mit Spielzeugwaffen im Vorhinein die Stadt und die Polizei zu informieren. Dann könne man besser auf Anrufe besorgter Augenzeugen reagieren. (dav)

 
 

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