Bochum wählt Sonntag einen neuen Oberbürgermeister

Thomas Schmitt
Ab 18 Uhr beginnt am Sonntag das große Zählen. Hier ein Bild von der ersten Wahl am 13. September.
Ab 18 Uhr beginnt am Sonntag das große Zählen. Hier ein Bild von der ersten Wahl am 13. September.
Foto: FUNKE Foto Services
295.000 Bochumer sind Sonntag aufgerufen, einen neuen Oberbürgermeister zu wählen. Kandidaten sind Thomas Eiskirch (SPD) und Klaus Franz (CDU)

Bochum. Es kann nur einen geben: Thomas Eiskirch (44, SPD) oder Klaus Franz (62, CDU). Zum zweiten Mal binnen 14 Tagen sind rund 295.000 Bochumerinnen und Bochumer am Sonntag aufgerufen, ihre Stimme abzugeben und einen Nachfolger für Oberbürgermeisterin Ottilie Scholz (67, SPD) zu wählen.

Sonntagabend kurz vor 19 Uhr steht dann wohl fest, wer am 21. Oktober als neuer Oberbürgermeister im Bochumer Rathaus seinen Dienst aufnimmt.

Zur Erinnerung: Eiskirch ging am 13. September mit 38,5 Prozent (42.866 Stimmen) als Sieger aus der ersten Wahl hervor, Franz kam auf 29,5 Prozent (32.823 Stimmen). Zehn weitere Kandidaten waren da noch am Start, die Wahlbeteiligung lag bei 38,2 Prozent.

Bisland nur SPD-Bürgermeister

Am Sonntag nun wird der ganze Wahlapparat erneut hochgefahren. 249 Wahllokale öffnen von 8 bis 18 Uhr, rund 2500 Wahlhelfer werden im Einsatz sein. Das Briefwahlzentrum befindet sich erneut im Neuen Gymnasium Bochum (NGB), Querenburger Straße 45. Bis 18 Uhr können Briefwähler am Sonntag dort noch ihre Stimme abgeben. Ab 18.15 Uhr will die Stadt nach und nach die Ergebnisse auf ihrer Homepage im Internet veröffentlichen. Und zwar auf: http://wahl.bochum.de.

Die zweite Wahl belastet den Bochumer Haushalt mit rund 370.000 Euro. Für den ersten Urnengang wurden bereits 300.000 Euro kalkuliert. Die Stichwahl wird teurer als ursprünglich geplant, da wegen der niedrigen Wahlbeteiligung am 13. September doch noch einmal Wahlbenachrichtigungskarten verschickt wurden.

Der neue OB wird nicht nur Chef der Stadtverwaltung mit rund 6000 Mitarbeitern sein, sondern auch Repräsentant der Stadt Bochum und Vorsitzender des Rates der Stadt. Es wird der siebte OB nach dem Zweiten Weltkrieg werden. Die ersten sechs gehörten ausnahmslos der SPD an, Ottilie Scholz war bislang die einzige Frau im Chefsessel. Mit Blick auf die Wahl morgen blicken wir zurück und stellen unten die Oberbürgermeister seit 1946 kurz vor.