Bochum

Bochum: Vorsicht! wenn du DIESEN Brief in deinem Postkasten entdeckst, solltest du sofort handeln

In Bochum wurden rästelhafte Schreiben verteilt. (Symbolbild)
In Bochum wurden rästelhafte Schreiben verteilt. (Symbolbild)
Foto: imago images / Pius Koller

Bochum. Einige Menschen aus Bochum dürften erstaunt gewesen sein, als sie in ihren Briefkasten geblickt haben. Dort befand sich nämlich ein Schreiben, das sich ohne Hintergrundwissen leicht dem Ordnungsamt Bochum zuordnen ließ. Was genau sollte das denn bedeuten?

Doch die Stadt Bochum erklärt nun: Von unserem Ordnungsamt kommt das Schreiben nicht!

Bochum: Was hat es mit DIESEM Schreiben auf sich?

Die Schreiben, die vor allem im Norden von Bochum verteilt wurden, werden ohne Umschlag in die Briefkästen von Anwohnern gesteckt. Oben auf dem Brief prangt der Kopfbogen des Ordnungsamtes. Das Eindruck macht auf den ersten Blick einen sehr authentischen Eindruck

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Der Brief fordert die Bochumer auf, rechtextreme Graffitis unter einer angegebenen E-Mail-Adresse zu melden. Sicher etwas, dass bei vielen Bochumern auf Verständnis stößt. Auch die Stadt findet das Anliegen an sich löblich. Doch es gibt einen gravierenden Haken.

Die Adresse gibt es gar nicht - und es ist erst recht nicht die Mail-Adresse des Ordnungsamts.

Wer steckt dahinter?

Die Stadt Bochum wies nun in einer Pressemitteilung darauf hin, dass es sich bei dem Schreiben um eine Fälschung handelt. Sie rät, das Schreiben einfach zu ignorieren. Sollten über die angegebene Mail-Adresse nämlich Schmierereien gemeldet werden, kämen diese nicht bei der Stadt an.

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Noch ist nicht bekannt, wer sich hinter dem Schreiben verbirgt. So ist es auch nicht ausgeschlossen, dass eventuell Rechte die Zettel verteilt haben, um an Adressen vermeintlich links eingestellter Menschen zu kommen. Auf der anderen Seite könnten die Betreiber der Mail eigenmächtig unterwegs sein und die Graffiti eventuell übermalen wollen.

Stadt prüft Strafanzeige

Sollte es tatsächlich nur um die Meldung rechter Schmiererein gehen, sei dies in jedem Fall der falsche Weg. Deswegen prüfe die Stadt die Möglichkeit einer Strafanzeige wegen Amtsanmaßung und Urkundenfälschung.

Die Stadt betonte zudem gegenüber DER WESTEN, dass die Entfernung rechter Graffiti in den meisten Fällen durch den Eigentümer passieren müsse. Die einzige Ausnahme besteht, wenn es sich um ein öffentliches Gebäude handele.

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So meldest du rechte Graffiti

Sollte dir in Bochum allerdings ein rechtsextremes, fremdenfeindliches oder antisemitisches Graffiti auffallen, hast du eine andere Möglichkeit, das zu melden. Über die Homepage der Stadt Bochum ist das „BürgerEcho“ zu erreichen.

Mängelmelder im Netz

Dort findest du einen Mängelmelder, wo du auch Fotos von der Schmiererei hochladen kannst. Außerdem kannst du dort den genauen Standort hinterlegen. Das Portal findest du >>> hier. Dort kannst du übrigens nicht nur fremdenfeindliche Symbolik melden, sondern auch andere Auffälligkeiten im Stadtbild wie wilde Müllkippen melden.

Die Stadt beteuert: „Hier gehen keine Anfragen verloren, jeder Fall wird bearbeitet.“ (dav)

 
 

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