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Bochum: So will die Stadt die Zahl der Schulschwänzer verringern

Die Stadt Bochum will die Zahl der Schulschwänzer verringern.
Die Stadt Bochum will die Zahl der Schulschwänzer verringern.
Foto: dpa

Bochum. Schwänzen Kinder die Schule häufig, steckt meistens ein ernstes Problem dahinter. Für Lehrer an weiterführenden Schulen ist es aber nicht immer einfach, zu bemerken, wann und wie oft ein Schüler nicht am Unterricht teilnimmt. Das ist auch in Bochum der Fall.

Unterstützung muss also her: Wie die WAZ berichtet, hat die Stadt Bochum in den vergangenen drei Jahren deshalb mit dem „Apeiros“ zusammengearbeitet. Der gemeinnützige Jugendhilfeverein stellt ein Computerprogramm zur Verfügung, das es den Lehrern einfacher machen soll, die (unentschuldigte) Abwesenheit der Schüler zu bemerken. Durch das komplexe Kurssystem an den Schulen ist das nämlich nicht immer selbstverständlich.

Bochum: (Unentschuldigte) Fehlzeiten von 86 Schülern erfasst

Im Schuljahr 2017/18 wurden 4500 Schüler erfasst. Und alleine im gleichen Zeitraum wurden an den elf Bochumer Schulen, an denen das Computerprogramm verwendet wird, 86 Schüler bemerkt, die regelmäßig unentschuldigt fehlten.

Zu den Schulen zählen vier der fünf Gesamtschulen in Bochum, die Annette-von Droste-Hülshoff-Realschule, die Nelson-Mandela-Sekundarschule, das Neue Gymnasium, das Graf-Engelbert-Gymnasium, das Theodor-Körner-Gymnasium, das Hildegardis-Gymnasium und das Maria-Sybilla-Merian-Gesamtschule.

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Stadt Bochum setzt Arbeit mit Jugendhilfeverein fort

Deshalb hat die Stadt Bochum den Beschluss gefasst, das System von „Apeiros" auch weiterhin zu nutzen – wenn auch vorerst nur bis zum 31. Juli 2019. Kostenpunkt: 30.000 Euro. Das ist es der Stadt aber wert. Und auch Christian Rohde vom Jugendamt befindet die Entscheidung als richtig. Er erklärt: „Wenn die Schule es dann nicht schafft, Kontakt zum Schüler aufzunehmen, steigt die Gefahr massiv an, dass der Schüler gar nicht mehr zur Schule kommt."

Der kritische Wert für unentschuldigte Fehlzeiten liegt bei 20 Prozent. Die Stadt Bochum erhofft sich, diese Zahl mit der Hilfe von „Apeiros" zu senken – und zu handeln, bevor es zu spät ist.

Einen Fall, der die Stadt Bochum und das Jugendamt in der Entscheidung bestärkte, kannst du bei der WAZ nachlesen. (cs)

 
 

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