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Bochum: So geht es Welpe Eddy nach Hunde-Drama – „Traumatisierende Erfahrung“

Bochum: Hund Eddy wurde einfach ausgesetzt. Mittlerweile geht es dem kleinen Boxer-Welpen wieder besser.
Bochum: Hund Eddy wurde einfach ausgesetzt. Mittlerweile geht es dem kleinen Boxer-Welpen wieder besser.
Foto: Vanessa Hellwig

Bochum. Ein kleiner Welpe, arglos an eine Laterne in Bochum gebunden und ausgesetzt – ein schlimmes Schicksal für einen Hund.

Genau das ist letzte Woche dem Hund Eddy passiert. Sein Herrchen ließ den kleinen Boxer-Welpen ganz allein in Bochum sitzen und kehrte nie wieder zurück.

Bochum: Hund Eddy achtlos an Laterne ausgesetzt

Viele Leser von DER WESTEN zeigten großes Mitgefühl für die traurige Geschichte des kleinen Welpen. „Der arme Kerl!“ oder „Ich verstehe diese Menschen nicht!“, hieß es in den Kommentaren zu dem Artikel.

Sabine Srock vom Tierheim Bochum kann diese Reaktionen gut nachvollziehen. Schließlich leidet ein Tier stark, wenn es auf diese Weise achtlos entsorgt wird.

Hoher Leidensdruck bei ausgesetzten Tieren

„Wenn der Mensch ein Tier einfach zurücklässt, erleiden die Tiere ein Trauma“, sagt Sabine Srock, Tierpflegerin im Tierheim Bochum, „sie fühlen sich dann verlassen, hilflos und haben keinen Halt mehr.“

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Der Hund sei eben ein Rudeltier. Lebe er mit Menschen zusammen, würden die zu seinem Rudel, zu seiner Familie. Und wenn die plötzlich weg sei, sei das eine traumatisierende Erfahrung. Schließlich ist der Hund von diesen Menschen abhängig.

Eddy findet neue Familie und erholt sich von dem Geschehenen

Traumatisch war es auch für den kleinen Eddy, als er nachts ganz allein an die Laterne gebunden war. Aber: „Ein Welpe vergisst schneller als ein ausgewachsener Hund“, weiß Srock.

Und der kleine Boxer hatte Glück: Schon nach wenigen Tagen fand das Tierheim Bochum eine neue liebevolle Familie – und damit die Chance, die schlimmen Erlebnisse hinter sich zu lassen.

Mittlerweile geht es Eddy schon wieder besser. „Nach etwa zwei Tagen in einer liebevollen Umgebung kann sich ein Welpe von dem Trauma erholen“, beruhigt Srock.

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Happy End für Eddy, den Boxerwelpen

In seiner neuen Familie bekommt Eddy das, was er für die seelische Genesung braucht: „Das ist in erster Linie ganz viel Nähe, Geborgenheit und Wärme. Und natürlich Körperkontakt“, sagt Srock.

Dass der niedliche Boxer davon genug bekommt, ist fast sicher. Sein neues Herrchen hatte den kleinen Kerl direkt ins Herz geschlossen. In seiner Familie, die ein Haus mit großen Garten auf dem Land hat, kann Eddy sich richtig austoben.

„Er kann dort ein normales, glückliches Hundeleben führen“, ist sich Srock sicher. Wenn die Familie den jungen Hund dann noch gut erziehe, habe Eddy ein erfülltes Leben vor sich. (vh)

 
 

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