Bochum

Bochum: Nach dem feigen Halle-Anschlag – jetzt setzen Bochumer ein Zeichen

In Bochum setzten mehr als 1.000 Menschen ein Zeichen gegen Hass und Antisemitismus.
In Bochum setzten mehr als 1.000 Menschen ein Zeichen gegen Hass und Antisemitismus.
Foto: Olaf Ziegler / FUNKE Foto Services

Bochum. Nach dem rechten Terror-Anschlag von Halle gab es in ganz Deutschland Solidaritätskundgebungen. Auch in Bochum setzten die Menschen ein beeindruckendes Zeichen für Menschlichkeit und gegen Hass.

In Halle versuchte der rechtsextreme Attentäter Stephan Balliet in eine Synagoge einzudringen. Doch die Türen hielten glücklicherweise stand. Der Täter erschoss zwei Personen, eine Frau auf der Straße vor der Synagoge und einen jungen Mann in einem Dönerimbiss wenige Meter entfernt. In Bochum haben mehr als 1.000 Menschen gezeigt: Wir stehen gemeinsam gegen Antisemitismus.

Bochum: 1.000 Menschen setzten Zeichen für Solidarität

Vor der Synagoge in Bochum versammelten sich am Freitagabend rund 1.000 Einwohner der Stadt, um ein Zeichen gegen Antisemitismus zu setzen. Vor dem Sabbat-Gebet, das den Beginn des jüdischen Ruhetags einleitet, kamen sie sich vor der Synagoge am Erich-Mendel-Platz zusammen.

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Die Menschen aus Bochum bildeten einen Kreis um die Synagoge und hielten sich an den Händen. Die Kette war so lang, dass sie kein Ende zu nehmen schien. Menschen aller Herkunft, jeder Glaubensrichtung und jeden Alters, vom Kleinkind bis zum Rentner, standen in Stille vereint um das jüdische Gotteshaus. Einige hatten Plakate dabei.

Stilles Gedenken

Doch ein Ort für lautstarken Protest war die Gedenkveranstaltung keinesfalls. Bedrückende Stille erfüllte den Platz. Niemand rief oder schrie etwas.

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Sinnbildlich für die Situation vieler Juden und Jüdinnen in Deutschland wurde die Aktion auch von der Polizei begleitet. Wie notwendig dieser Schutz ist, offenbarte der Anschlag in Halle auf tragische Art. Dort war der jüdischen Gemeinde, trotz Bitte, ein Schutz der Polizei am höchsten jüdischen Feiertag Jom Kippur verwehrt worden.

Bochumer sind stolz auf Aktion

Auf Facebook teilte die Stadt Bochum Bilder der Gedenkveranstaltung. Viele Bochumer sind stolz auf die gelebte Solidarität.

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Mehr als 600 Reaktionen ruft der Post hervor. Auch in den Kommentaren zeigen viele ihre Dankbarkeit für das gesetzte Zeichen:

  • So sind die Menschen in Bochum. Eine großartige Demonstration der Solidarität
  • Stark! Danke, Bochum und allen, die mitgemacht haben, für dieses Zeichen!
  • Bochum, ich bin stolz auf dich
  • Danke an alle Menschen in Bochum für die Solidarität gegen Antisemitismus

Auch in anderen NRW-Städten gab es Solidaritätskundgebungen in den vergangenen Tagen, unter anderem in Düsseldorf, Essen oder Köln. Die Trauer und der Schock über den radikalen Hass des Täters sitzen tief. (dav)

 
 

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