Bochum

Ehemaliger Leibwächter von Osama bin Laden soll nun doch abgeschoben werden

Sami A. im August 2012 in Bochum. Seit Jahren haben die Behörden den mutmaßlichen Vertrauen von Osama Bin Laden im Visier. Jetzt wird er wohl abgeschoben.
Sami A. im August 2012 in Bochum. Seit Jahren haben die Behörden den mutmaßlichen Vertrauen von Osama Bin Laden im Visier. Jetzt wird er wohl abgeschoben.
Foto: Matthias Graben/FUNKE Foto Service (Archiv)

Bochum. Sami A. (41), der ehemalige Leibwächter von Terrorist Osama bin Laden, kann nun wohl doch aus Deutschland abgeschoben werden.

Der deutsche Verfassungsschutz stuft Sami A. als gefährlichen Prediger ein. Seit 1997 lebt er in Bochum und erhält staatliche Leistungen.

Täglich muss er sich bei der Polizei in Bochum melden. Als er das am Montag wieder getan hat, ist er festgenommen worden. Das bestätigt Stadtsprecher Thomas Sprenger auf Nachfrage von DER WESTEN.

>> Lies hier, wie viel Geld Sami A. vom Staat erhalten hat.

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Vermutung, dass Sami A. in der Heimat gefoltert werden könnte

Nun wird Sami A. vermutlich abgeschoben werden. Darum bemüht sich das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) schon seit 2006.

Im April vergangenen Jahres hatte das Oberverwaltungsgericht aber festgestellt, dass man Sami A. trotz dieser Einstufung nicht nach Tunesien abschieben könne - es bestehe die Gefahr, dass der Dschihadist unmenschlich behandelt oder gar gefoltert werden könne.

BAMF: Abschiebehindernis aufgehoben

Am Montag dann die überraschende Wende: Das BAMF ließ einen Bescheid zustellen, dass das bislang anerkannte Abschiebehindernis aufgehoben sei. Warum dies plötzlich der Fall ist, konnte Sprenger am Montag jedoch nicht beantworten.

Sami A. wurde konsequenterweise sofort in Gewahrsam genommen. Jetzt sitzt er in Abschiebehaft. (lin/jp)

 
 

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