Bochum

Bochum: Invasion im Kemnader See! Millionen DIESER Tiere leben dort – Stadt und Experte uneinig

Bochum: Es herrscht Uneinigkeit, ob die vielen kleinen Tiere im Kemnader See eine Bedrohung darstellen. (Symbolbild)
Bochum: Es herrscht Uneinigkeit, ob die vielen kleinen Tiere im Kemnader See eine Bedrohung darstellen. (Symbolbild)
Foto: imago images / biky / Martin Maschka

Bochum. Eine immer weiter zunehmende Invasion macht sich in Bochum breit. Denn es leben „Millionen“ kleine Tiere im Kemnader See, die dort nicht hingehören. Sie vermehren sich rasant: Für die Stadt kein Grund zur Sorge, für den örtlichen Fischerei-Berater Martin Maschka eine „Plage“.

Er hat deshalb nun ein Konzept entwickelt, das Abhilfe schaffen soll.

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Bochum: Invasion im Kemnader See - Stadt und Fischerei-Berater unterschiedlicher Meinung

Dass der Kemnader See in Bochum so beliebt bei Tieren ist, sollte eigentlich eine erfreuliche Nachricht sein. Doch handelt es sich nicht um heimische Tiere, die dort in einer friedlichen Symbiose mit anderen Tieren leben. Vielmehr sind es Krebse, die das Leben heimischer Tiere und damit das Ökosystem in dem See bedrohen.

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Die sogenannten Roten Amerikanischen Sumpfkrebse, die Kamberkrebse sowie die Signalkrebse machen sich nämlich zunehmend breit in den Bochumer Gewässern. Das Gleiche gilt auch für die Schwarzmeergarnele und die Schwebegarnele, welche vermutlich vor einigen Jahren von der Aquaristik ausgesetzt wurden.

Die Tiere, die ursprünglich nicht aus Deutschland stammen und mittlerweile aus dem Ölbach weiter in den Kemander See gewandert sind, hätten hier nämlich kaum Feinde, wie Fischerei-Berater Martin Maschka von der Wildnisschule Ruhr erklärt. Ein weiteres Problem sei, dass die fremden Krebse die Krebspest, einen Pilz also, mit sich tragen würden, welche sich im Wasser ausbreite und bei Kontakt mit den heimischen Edelkrebsen tödlich sein könne.

Stadtsprecher Peter van Dyk sagte gegenüber DER WESTEN, dass es sich um „zähe Biester“ handele. Von einer Plage könne man aber nicht sprechen; Schäden und Folgen der fremden Tiere seien ungewiss. Das klingt aus Sicht von Martin Maschka hingegen ganz anders: „Es ist definitiv eine Plage.“

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Fischerei-Berater will handeln, die Stadt nicht

Der Fischerei-Berater habe das Leben im Kemnader See mit einer Unterwasserkamera dokumentiert und meint: „Unter jedem Stein liegt ein Krebs.“ Das Ergebnis ist damit erschreckend, denn es bleibe „nichts mehr“, erzählt er - „eine ökologische Katastrophe“ laut Maschka.

Nun würden die Krebse sogar den Kemnader See verlassen und neue Gebiete erkunden. Anwohner würden den Fischer-Berater anrufen, denn Krebse seien bereits drei Kilometer entfernt entdeckt worden. Sie nehmen klar „Überhand“, so Maschka. Und es sei nur noch eine Frage der Zeit, bis die Edelkrebse vollständig von den fremden Krebsen verdrängt würden.

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Das ist die Stadt Bochum:

  • erste urkundliche Erwähnung im Jahr 890
  • mit 365.587 Einowhnern (Stand: Dezember 2019) die sechstgrößte Stadt in NRW
  • besitzt sechs Stadtbezirke
  • Sehenswürdigkeiten unter anderen: Deutsches Bergbau-Museum, Kemnader See, Eisenbahnmuseum
  • Oberbürgermeister ist Thomas Eiskirch (SPD)

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Während für die Stadt Bochum „kein Anlass zum Handeln“ bestehe, habe Maschka ein Konzept erarbeitet, um die heimischen Krebse zu retten: Er wolle eine sogenannte Reusenbefischung durchführen, um die invasiven Krebse aus den Gewässern zu entfernen. Eine entsprechende Genehmigung habe er bereits beantragt. Maschka gibt aber auch zu: „Wir werden nicht alle Krebse bekommen.“

 
 

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