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Bochum: Männer werfen E-Roller auf A40 – Anklage: Versuchter Mord!

Bochum: Diesen E-Roller sollen die zwei jungen Männer im September auf die A40 vor dem Ruhrstadion-Tunnel geworfen haben. Nun wurden sie angeklagt.
Bochum: Diesen E-Roller sollen die zwei jungen Männer im September auf die A40 vor dem Ruhrstadion-Tunnel geworfen haben. Nun wurden sie angeklagt.
Foto: Polizei Bochum/dpa

Bochum. Zwei Monate, nachdem sie einen E-Scooter auf die A40 geworfen haben, wurden zwei junge Männer aus Hattingen (22) und Bochum (18) nun angeklagt.

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Am Abend des 23. September sollen die Täter einen E-Roller von einer Überführung vor dem Ruhrstadion-Tunnel in Bochum auf die Fahrbahn der A40 geworfen haben. Vier Fahrzeuge wurden beim Überfahren des Scooters beschädigt, der gesamte Sachschaden beläuft sich auf rund 4.000 Euro. Wie durch ein Wunder wurden bei dem Vorfall keine Personen verletzt.

Bochum: Anklage gegen Roller-Werfer spricht von „heimtückischer“ Tat

Den beiden Männern sind nun in zwei Punkten angeklagt: Einerseits wegen eines vorsätzlich gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr – aber auch wegen versuchten Mordes.

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Der letztere Vorwurf rührt daher, dass die Täter „heimtückisch“ vorgingen und „die Arg- und Wehrlosigkeit der Autofahrer ausgenutzt haben“, wie Michael Rehaag, Pressesprecher des Landgerichts Bochum, gegenüber DER WESTEN erklärte. Die Staatsanwaltschaft argumentiere zudem damit, dass die beiden Männer ein tödliches Geschehen in Folge ihrer Tat in Kauf genommen hätten.

Das Strafmaß hängt von mehreren Faktoren ab

Welches Strafmaß die beiden Angeklagten erwartet, lässt sich Michael Rehaag zufolge nicht genau beantworten. Dies liegt vor allem daran, dass der 18-jährige Bochumer noch als Heranwachsender gilt. Somit muss im Rahmen der Gerichtsverhandlung noch festgestellt werden, ob er im Schuldfall nach Jugend- oder Erwachsenenstrafrecht verurteilt werden müsste.

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Zudem waren beide Angeklagten zum Tatzeitpunkt erheblich alkoholisert. Gerichtssprecher Rehaag spricht gegenüber DER WESTEN von 1,6 bis zu 2,2 Promille, die im Blut der Angeklagten nachgewiesen wurden. Dadurch könnten die beiden Tatverdächtigen als vermindert schuldfähig gelten.

Die Strafe auf Mord ist bei Erwachsenen auf lebenslänglich, bei Jugendlichen auf 10-15 Jahre ausgesetzt. Zur Zeit befinden sich die beiden Angeklagten in Untersuchungshaft.

 
 

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