Bochum

Bochum: Bogestra mit zweifelhafter Ankündigung – Bewohner sind geschockt: „Unfassbar“,„Ohne Worte“

Die Bogestra hat eine zweifelhafte Ankündigung gemacht. Sie sorgt bei vielen Menschen in Bochum für fassungslose Blicke. (Symbolbild)
Die Bogestra hat eine zweifelhafte Ankündigung gemacht. Sie sorgt bei vielen Menschen in Bochum für fassungslose Blicke. (Symbolbild)
Foto: Gero Helm / FUNKE Foto Services

Bochum. Fassunglose Blicke von vielen Menschen in Bochum! Schuld ist eine Ankündigung.

Auf Anfrage von DER WESTEN bestätigte die Bogestra, dass in Bochum während der Corona-Pandemie keine weiteren Busse bereitgestellt werden. Eine Überfüllung etwa in Schulbussen oder in sonstigen viel genutzten Linien sei im Moment nicht festzustellen.

Bochum: Bogestra sorgt für fassungslose Blicke

Keine Überfüllung im ÖPNV? Auf Facebook melden sich mehrere Bochumerinnen und Bochumer zu Wort, die die Äußerungen der Bogestra nur schwer nachvollziehen können:

  • Ob die sich witzig finden? Da fällt einem nichts mehr zu ein, weil es so unfassbar ist...
  • Das soll man verstehen. Die Busse nach Schulschluss sind so voll. Die drücken noch nach, die Kinder an den Türen, dass sie noch rein kommen...Selber beobachtet... Da ist nichts mit Abstand... Unverständlich.
  • Ohne Worte. Gastronomie- und Freizeitangebote werden geschlossen. Wer aber zur Schule und Arbeit geht und den ÖPNV nutzen muss, wird nicht geschützt. Ich kann das Unternehmen Bogestra rein wirtschaftlich betrachtet verstehen. Sinnvoll ist es trotzdem nicht.
  • Das ist schon merkwürdig. Die Politik ist bemüht, Dinge anzustoßen, versucht größtenteils ohne Vorschriften und Verbote auszukommen, appelliert an Vernunft und Eigeninitiative und dann kommt so ein Unternehmen wie die Bogestra und gefährdet Tausende Schüler und die eigenen Mitarbeiter.

Wir haben bei der Bogestra nachgefragt. „Wir verstehen, dass die Leute Bedenken haben“, gibt Sprecherin Sandra Bruns im Gespräch mit DER WESTEN zu. Als Mensch bekomme man Kontaktbeschränkungen und Abstandsregeln auferlegt – und der ÖPNV sei nun mal ein Ort, wo man mit mehreren Menschen zusammenkommt.

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Dennoch betont sie, dass sich niemand „Sorgen und Gedanken machen muss“.

Bogestra sieht kein Überfüllungs-Problem im ÖPNV

„Europaweite Tests haben gezeigt, dass der ÖPNV kein Hotspot ist“, teilt uns Sandra Bruns mit. Die Reisezeiten seien kurz, ein „überwältigender Großteil“ der Kunden trage Masken und die Türen öffnen sich alle paar hundert Meter und belüften die Busse.

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Zudem sei Bochum mit dem neuen Bus- und Bahnnetz „Netz 2020“ im ÖPNV-Bereich eine der am besten aufgestellten Städte in ganz NRW. Daher sei man auch nicht der Meinung, dass man jetzt zusätzliche Busse bereitstellen müsste. „Das soll nicht heißen, dass es da niemals eine Änderung geben wird“, räumt Bruns ein. Aber aktuell gebe es etwa auch mit Blick auf Schulbusse keine Probleme mit überfülllten Fahrzeugen.

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Aufgrund des guten Wetters würden einige Schüler aktuell noch mit dem Fahrrad oder zu Fuß zur Schule gehen, so die Bogestra-Sprecherin. Viele Schüler benutzen auch reguläre Linien statt spezifischer Schulbusse. „Wir beobachten die Situation aber natürlich gemeinsam mit Schulen und Stadt ganz genau“, sagt Bruns.

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