Bermudadreieck lädt zur Freiluft-Party ein

Jürgen Boebers-Süßmannund Tom Thelen

Im Bermudadreieck ist heute und morgen wieder jede Menge los. Bevor am Maifeiertag um 18 Uhr die WAZ-Lesebühne mit Shakespeares Schauspiel „Viel Lärm um nichts“ zum Zuhören einlädt, steht heute, 30. April, erst einmal die „Stühle raus!“-Party auf dem Freiluft-Programm. Die Wetterprognose ist nicht allzu günstig, aber das sollte Feierfreudige und Flanierende wohl kaum vom Besuch abhalten.

Platz für Kreative

Die Kultveranstaltung „Stühle ‘raus!“ steht wie immer für die offizielle Eröffnung der Freiluftsaison, welche gleichwohl – dem schönen Wetter im März geschuldet – längst begonnen hat. Geboten werden heute von 14 Uhr bis in die Nacht Kunst, Kultur und Live-Musik, dazu zwei Märkten – wie gewohnt also, und doch „bleibt alles anders“, so Mit-Organisatorin Anke Heinemann von der ISG Bermudadreieck. „Plötzlich und unerwartet“ habe man erfahren, dass der Straßenumbau Südring/Brüderstraße den kultigen „Schwarzmarkt“ an dieser Stelle leider unmöglich macht. „Aber – Improvisation ist unsere Stärke – der Markt wird kurzerhand auf die Kortumstraße verlegt“, so Heinemann. Zwischen Imbiss, Kino, Sportsbar und all den anderen finden die Kreativen Platz, um Platten, Bücher und ihre künstlerischen Schöpfungen und kreativen Unikate anzubieten. Auch für eine kleine mobile Bühne als Ersatz für die zweite Bühne an der Brüderstraße wurde ein Plätzchen gefunden.

Los geht’s um 14 Uhr mit der Eröffnung beider Märkte, bevor dann ab 16 Uhr das abwechslungsreiche Bühnenprogramm auf der Impuls-Bühne am KAP mit Rock, Pop, Jazz & mehr startet. Eine brasilianische Capoeira-Show rundet das musikalische Programm ab.

Tags drauf, am 1. Mai, geht’s auf der KAP-Bühne literarisch zu. Auf Wunsch der WAZ-Leser bringt Theatermacher Arne Nobel „Viel Lärm um Nichts“ auf die Impuls-Bühne. Acht Schauspieler, darunter Thomas „Johnny Cash“ Anzenhofer, Patrick Joswig und – neu – Manuel Harder (zuletzt Schauspiel Frankfurt, er spricht die Beatrice) lesen die turbulente Komödie mit viel Action, einigen Requisiten und reichlich Improvisation. „Wie zu Shakespeares Zeiten“, sagt Nobel. Die Zuschauer dürfen eine Brotzeit mitbringen, darüber hinaus würde sich der Regisseur über Wunderkerzen freuen. Um 18 Uhr geht’s los.