Belastung für die Städte darf nicht steigen

Die wirtschaftlich unter Druck stehende Verkehrsgesellschaft Ennepe-Ruhr (VER) übernimmt bis 2019 den öffentlichen Nahverkehr im Ennepe-Ruhr-Kreis. Danach soll, so hat der EN-Kreistag bereits entschieden, weiterhin ein kommunales Unternehmen den Nahverkehr anbieten. Das indes soll wirtschaftlicher als bislang agieren. Vom Zusammenschluss oder einer Kooperation mit der Bogestra erhofft sich der VER Synergieeffekte.

Auch die Bogestra ist offenbar nicht abgeneigt. Sie stellt in Philipp Welsch den Leiter des gemeinsamen Prüfungsprojekts und sagt, aus ihrer Sicht sei eine engere Verflechtung möglich, zumal sie bereits einen Betrieb in Witten unterhält.

Eine der Bedingungen: Bochum und Gelsenkirchen dürfen nicht mehr belastet werden als jetzt bereits. 2013 benötigte die Bogestra einen Zuschuss von 59,5 Millionen Euro, von denen 34 Millionen Bochum leistete.

Die Entscheidung treffen letztlich Städte und Kreise als Gesellschafter der Unternehmen. Bei der Bogestra hält Bochum 50,01 Prozent der Stimmrechte, Gelsenkirchen 49,99 Prozent. Beim VER mischen der Ennepe-Ruhr-Kreis (51 Prozent), sowie die Städte Ennepetal (13), Gevelsberg (13), Schwelm (9), Sprockhövel (7) und Wetter (7) mit.

Derweil ist ein Teil des Wirkungsbereichs der Bogestra selbst Gegenstand einer Überprüfung. Die Stadt hat die Düsseldorfer PTV Group Consult mit der Erstellung eines Fachgutachtens zur Untersuchung des Bus- und Straßenbahnliniennetzes beauftragt. Es geht um die Fortschreibung des Nahverkehrsplans. Die Bogestra steht dabei nicht zur Debatte. Der Rat hat beschlossen, sie auch nach 2019 per Direktvergabe mit den Aufgaben des öffentlichen Nahverkehrs zu betrauen.

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