Bei Opel hat Schlacht um neuen Astra begonnen

Der Bochumer Opel-Betriebsratsvorsitzender Rainer Einenkel. Foto: Svenja Hanusch
Der Bochumer Opel-Betriebsratsvorsitzender Rainer Einenkel. Foto: Svenja Hanusch
Schon jetzt haben sich Opel-Standorte in Rüsselsheim, Polen und England bei der Unternehmensleitung um den Zuschlag für die Produktion des nächsten Astra beworben, der 2015/16 auf den Markt kommen soll. Auch Bochum stellt Ansprüche.

Bochum. Opel-intern hat die Schlacht um den Zuschlag des neuen Astra begonnen, erfuhr die WAZ. Schon jetzt liegen Bewerbungen um die Produktion des Wagens, der ab 2015/2016 gebaut werden soll, aus den GM-Standorten Rüsselsheim, Polen und England vor. „Hinter unserem Rücken“, reagierte Betriebsratsvorsitzender Rainer Einenkel von den Bochumer Opelwerken nicht sonderlich amüsiert.

Einenkel wird deshalb trotz Urlaubs in sein Büro kommen, um zeitnah den Astra-Zuschlag für den Bochumer Standort einzufordern: „Das ist ein Butter- und Brot-Auto.“ Er werde darauf dringen, dass die Entscheidung, wo der nächste Astra gebaut werden kann, noch im ersten Quartal 2012 gefällt wird.

Einige Neueinstellungen

Wegen der Nachfrage nach dem neuen Siebensitzer Zafira Tourer, der nur in Bochum gebaut wird, sei der hiesige Standort zur Zeit „das einzige Opel-Werk in Europa mit sehr guter Auslastung“, hob Einenkel hervor. Auch von Neueinstellungen wusste er zu berichten. 21 Jungfacharbeiter, deren befristete Jahresverträge jetzt auslaufen, erhalten unbefristete Verträge. Und: 20 Prozent der Azubis werden unbefristet übernommen, die anderen erhalten Jahresverträge.

Am Montag, 2. Januar, war bei Opel Bochum die Werksruhe vorbei. Den Anfang machte die Mittagsschicht ab 14 Uhr. Ab heute arbeiten wieder alle drei Schichten an diesem Standort.

 
 

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