Baubeginn am Bahnhof Weitmar

Weitmar..  Auf der Brache des ehemaligen Güterbahnhofs in Weitmar beginnen dieser Tage die Rodungsarbeiten. Eine Fachfirma ist im Auftrag des privaten Bauträgers, der Eckehard Adams Wohnungsbau GmbH aus Essen, drei Wochen im Einsatz, um das Areal östlich der Holtbrügge für den Baubeginn vorzubereiten. Dort sollen 100 Wohneinheiten entstehen: freistehende Einfamilien-, Doppel- und Reihenhäuser sowie barrierefreie Mehrfamilienhäuser. Der umstrittene Bebauungsplan Nr. 946 dafür ist seit Ende Oktober rechtskräftig.

Die Investor Adams will eine abwechslungsreiche Architektur errichten. Die Häuser sollen zudem mit Erdwärme versorgt werden. Die zwei bogenartigen Straßen, die die Grundstücke anbinden, formen ein Oval und stehen Pate für den Namen der neuen Siedlung: der „Mark’sche Bogen“.

„Das neue Wohngebiet – der Mark‘sche Bogen – ist ein wichtiger Baustein unserer verstärkten Wohnungsbauinitiative“, erläutert der neue Stadtbaurat Markus Bradtke. „Wir wollen erreichen, dass jeder, der in Bochum ein Grundstück sucht, auch ein passendes Angebot findet.“ Besonders freue ihn, dass Familien mit unteren und mittleren Einkommen am künftigen Mark’schen Bogen vergünstigte Grundstücke erwerben können. „So sprechen wir unterschiedliche Zielgruppen an“, erklärt der Stadtbaurat. Interessierte Familien können sich direkt an die Eckehard Adams Wohnungsbau GmbH wenden; die Stadt Bochum prüft vor dem Kauf, ob die Familien die Förderbedingungen für den vergünstigten Erwerb erfüllen.

Kritik von der Bürgerinitiative

Nach den anstehenden Rodungsarbeiten kann der Essener Bauträger mit der Sanierung auf dem ehemaligen Güterbahnhof beginnen. Für die Bäume, die sich auf der Brache angesiedelt haben, setzt er Ersatz in dem neuen Wohngebiet. Weitere Bäume pflanzt die Stadt auf Kosten des Investors zudem in Linden.

Die Bürgerinitiative Bahnhof Weitmar steht der bevorstehenden Bebauung auch nach dem politischen Beschluss weiterhin kritisch gegenüber. Viele Fragen blieben unbeantwortet, heißt es in einer Pressemitteilung, weshalb die Initiative erneut eine Anfrage „zu den unvollständigen Altlastenuntersuchungen, zur Errichtung einer Deponie im Wohngebiet und zur Belastung und Erschütterung der im Baugebiet unterirdisch verlegten Hochdruckgasleitung“ an die Verwaltung gestellt hat.

 
 

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