Autozulieferer Johnson Controls schließt Werk in Bochum

Nächstes Jahr ist Schluss. Johnson Controls macht sein Werk an der Hüttenstraße in Bochum zu.
Nächstes Jahr ist Schluss. Johnson Controls macht sein Werk an der Hüttenstraße in Bochum zu.
Foto: Ingo Otto / WAZ FotoPool
Schlechte Nachricht aus Bochum: Der Autozulieferer Johnson Controls schließt sein Werk in Bochum. 420 Beschäftigte verlieren ihren Arbeitsplatz.

Bochum. Erneut muss Bochum eine Werksschließung hinnehmen. Der Autozulieferer Johnson Controls beendet Ende April 2017 seine Produktion.

420 Mitarbeiter verlieren ihren Arbeitsplatz. Sie wurden am Freitagmittag beim Schichtwechsel informiert. In den vergangenen Monaten hatten Unternehmen und Betriebsrat bereits über einen Sozialplan verhandelt. Dieser sieht unter anderem die Gründung einer einjährigen Transfergesellschaft vor.

Keine neuen Aufträge nach Ende von Opel-Werk

Bereits Ende 2014 waren mehr als 100 Johnson-Controls-Beschäftigte entlassen worden, da durch die Schließung des Opel-Werks in Bochum die Produktion von Autositzen für das Modell Zafira entfallen war. Nächstes Jahr läuft auch der Vertrag für die Lieferung von Sitzgruppen für den Bau des Ford Fiesta in Köln aus.

Neue Aufträge hatte Johnson Controls nicht hereinholen können. „Wir haben uns aktiv bemüht, Folgeaufträge für das Werk zu erhalten und bedauern die Schließung des Standortes sehr“, sagt Eckard Semmler, Vorstandsmitglied von Johnson Controls Automotive Experience Europa.