Autoren stellen berührende Geschichten vor

Eine junge Frau steht in einer Berglandschaft. Es ist Winter, sie ist abgemagert. In der Erzählung „So schnell stirbt sich’s nicht“ von Anja Liedtke will sie sich ins Tal stürzen. Gedanken und Naturbeschreibungen fließen in eins. Eine von vielen packenden Geschichten der Bochumer Literaten.

Zehn Autoren präsentierten am Dienstag unter dem Titel „Es ist ein Wolkenziehen“ ihre Frühjahrslesung in der Zentralbücherei. Dabei ließen sich die 40 Zuhörer neben recht gefälliger Lyrik vor allem von den Prosatexten berühren.

Wohl formulierte Reflexionen über den Völkermord in Armenien trug etwa Heide Rieck in „Fragment Vater“ vor. Sie übersetzte den Text des armenischen Autors Krikor Beledian aus dem Französischen. Dabei beschreibt ein Sohn das schwierige Verhältnis zu seinem Vater, der den Genozid überlebte: „Er kehrte mit der Kraft des Wortes zurück, das ich aus meinem Mund schneide wie Fleisch“, schreibt sie.

Stark wirkte die Erzählung „La Bella Principessa“ von Sophie W. Reich. Darin geht es um die Bestimmung eines Gemäldes, das angeblich von Da Vinci stammt. Friedrich Grotjahn steuerte mit „Der Habicht“ eine schöne Erzählung um die Freundschaft zweier heranwachsender Mädchen bei.

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