Auto und Bahn sind die erste Wahl

Zu eng, so die Händler, dürfe es auf den Hauptachsen nicht sein.
Zu eng, so die Händler, dürfe es auf den Hauptachsen nicht sein.
Foto: WAZ FotoPool
Bochums Innenstadt-Händler und die IHK haben mehr als 12.000 Menschen gefragt, mit welchem Verkehrsmittel sie in die City kommen. Sie fordern Politik und Verwaltung auf, sich bei ihrer Verkehrsplanung in Zukunft mehr auf konkrete Daten zu stützen.

Bochum. Verkehrsplanung auf der Basis gesicherter Daten. Das fordern IHK und Cityforum Bochum, der Zusammenschluss vier innerstädtischer Werbegemeinschaften, von Politik und Verwaltung. Mit einer „Blitzumfrage Verkehr“ legen sie nun selbst den ersten Datensatz dafür vor und hoffen, dass die Stadt in Zukunft selbst mit weiteren Umfragen erhebt, wie sich Bochumer, aber auch Auswärtige bewegen und künftig bewegen wollen. Vom Wunsch nach mehr Fakten und weniger Ideologie war am Freitag im Zusammenhang mit der Vorstellung der Umfrageergebnisse die Rede.

An drei Tagen waren im Juni insgesamt 12.247 Personen, etwa 11.600 Kunden und 600 Mitarbeiter von Geschäften, Gastronomiebetrieben und Unternehmen in der Innenstadt, gefragt worden, mit welchem Verkehrsmittel sie den größten Teil der Strecke in die Innenstadt zurückgelegt haben. 47 Prozent der Befragten kamen mit Auto oder Motorrad, 31 Prozent mit Bussen und Bahnen. Nur sechs Prozent nutzten das Fahrrad – ein Wert, der schon bei einer Haushaltsbefragung 1994 erreicht worden sie.

Die Händler plädieren nun unter anderem dafür, die gute Infrastruktur Bochums mit ausreichend Parkplätzen in der Innenstadt, dem Ring um die City und den acht Hauptachsen in Richtung Stadt dürfe nicht durch eine „Kannibalisierung“ der Verkehrsträger auf den Radialen verschlechtert werden.

 
 

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