Auszeichnung für Ex-Opelbetriebsratschef Rainer Einenkel

EAB-NRW-Geschäftsführer Michael Foitlinski (links) überreichte Rainer Einenkel im Erich-Brühmann-Haus die Ludwig-Fischer-Medaille.
EAB-NRW-Geschäftsführer Michael Foitlinski (links) überreichte Rainer Einenkel im Erich-Brühmann-Haus die Ludwig-Fischer-Medaille.
Foto: Dietmar Wäsche
Die Evangelische Arbeitnehmerbewegung ehrt den Gewerkschafter. Reiner Einenkel beobachtet die Entwicklung bei Opel immer noch genau.

Bochum/Witten.. Mit der höchsten Auszeichnung der Evangelischen Arbeitnehmerbewegung (EAB), der Ludwig-Fischer-Medaille, ist jetzt der ehemalige Opel-Betriebsratsvorsitzende Rainer Einenkel (62) ausgezeichnet worden.

In seiner Laudatio hob EAB-Landespräses Pfarrer Dieter Heisig hervor, dass mit Rainer Einenkel diese Auszeichnung diesmal jemand erhalte, der „einen Kampf verloren hat“. Er stehe stellvertretend für Menschen, die für berechtigte Interessen stritten und „in schwierigen Situationen Rückgrat bewiesen haben und nicht den einfachen Weg gewählt haben“.

Reiner Einenkel nach Herzinfarkt „wieder fit“

Rainer Einenkel, der mit seiner Frau Martina und den beiden erwachsenen Kindern Lina und Jens zu der kleinen Feierstunde ins Erich-Brühmann-Haus nach Bochum-Werne gekommen war, erholt sich gerade von den Folgen eines Herzinfarktes. „Ich bin aber schon wieder recht fit und bin neulich schon eine Strecke von 44 Kilometern mit dem Rad gefahren“, sagte der gut aufgelegte Wittener.

In einer kurzen Dankesrede erinnerte Einenkel vor den rund 80 EAB-Mitgliedern in Werne an die Jahre des Kampfes um den Erhalt der Arbeitsplätze im Opel-Werk. Noch immer seien rund 1500 der zuletzt 2600 Mitarbeiter des Werkes ohne einen neuen Job.

„Diese Auseinandersetzung war für mich und alle, die dort gearbeitet haben, eine wichtige, eine furchtbare Erfahrung“, so Einenkel. „Immerhin haben wir es aber geschafft, für zehn Jahre die Arbeitsplätze am Standort zu erhalten.“

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