Ausführliche Ermittlungen gegen Medienberater Sascha Hellen

Jürgen Stahl
Ein möglicher Anklagezeitpunkt ist noch nicht bekannt.
Ein möglicher Anklagezeitpunkt ist noch nicht bekannt.
Foto: Ingo Otto / WAZ FotoPool
Auf seiner Internetseite berichtet Sascha Hellen von Treffen mit den "Dallas"-Stars Linda Gray und Patrick Duffy in den USA. Daheim droht dem Medienberater weiterhin Ungemach durch Staatsanwaltschaft und Stadtwerke. Ob und wann mit einer Anklage zu rechnen ist, sei "derzeit noch nicht zu sagen".

Bochum. Wie berichtet, ermittelt die Staatsanwaltschaft gegen Hellen. Im Zuge der Honoraraffäre der Stadtwerke wurde gemutmaßt, dass er für sechsstellige Zahlungen keine Gegenleistung erbracht haben soll. Ende 2012 wurden sämtliche Verträge fristlos gekündigt.

Nach einer Hausdurchsuchung im Frühjahr wurden die Ermittlungen vom Verdacht auf Untreue auf Betrug ausgeweitet. Nachdem eine gütliche Einigung scheiterte, verlangt der Energieversorger in einer Zivilklage angeblich 200.000 Euro zurück – allein 95.000 Euro für ein Konzert mit Paul McCartney im Ruhrcongress, das bis heute nicht stattgefunden hat.

Hellen hält an Neuauflage der "Steiger Awards" fest

„Das Betrugsverfahren läuft. Um ein ausführliches Bild zu erhalten, werden die Akten aus dem Zivilverfahren zur Zeit hinzugezogen“, erklärte der Sprecher der Staatsanwaltschaft, Christian Kuhnert, am Freitag auf WAZ-Anfrage. Ob und wann mit einer Anklage zu rechnen ist, sei „derzeit noch nicht zu sagen“.

Derweil hält Sascha Hellen offenbar an einer Neuauflage seines „Steiger Awards“ fest. Seit Monaten wird die Preisverleihung auf seiner Internetseite für Samstag, 12. Oktober, angekündigt. Wo und mit welchen Preisträgern und Laudatoren die „feierliche Galaveranstaltung“ stattfinden soll, wurde bisher allerdings nicht verraten. Fest steht: Die Jahrhunderthalle, in den letzten Jahren Schauplatz des Star-Auflaufes, ist für diesen Tag nicht gebucht. Auf WAZ-Anfrage kündigt das Büro von Hellen an, nähere Informationen am 1. September zu veröffentlichen.