Bochum

Aufkleber-Zoff an der Ruhr-Uni Bochum: Rechtsextreme Identitäre bekleben die RUB

Die Ruhr-Universität in Bochum.
Die Ruhr-Universität in Bochum.

Bochum. Sie klebten zu Hunderten auf dem Campus der Ruhr-Universität Bochum (RUB) - Aufkleber der rechtsextremen Identitären Bewegung. Die Aufschrift: „Unser Land - unsere Werte“. Dazu noch das Zeichen der Bewegung, der griechische Buchstabe Lambda.

Eine Aktion, gegen die sich der Allgemeine Studierenden Ausschuss (AStA) der Uni klar positioniert, jedoch will Vorsitzender Simon Lambertz, wie die WAZ berichtet, das Gespräch mit der Gruppierung suchen.

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Protest an der RUB

Dagegen formiert sich an der RUB nun Protest. So kritisieren mehrere Hochschulgruppen den angeblichen „Alleingang“ des AStA-Vorsitzenden.

Die AStA-Koalition sagte gegenüber der Studentenzeitung „akduell“: „Die vom AStA-Vorsitzenden getätigte Aussage spiegelt nur seine private Meinung wieder und wurde, gegen die Praxis, nicht mit dem Vorstand abgesprochen.“

Kein Dialog also mit den Identitären?

Zumindest nicht, wenn es nach der Meinung der Oppositionsliste GRAS (Grüne und Alternative Student*innen Bochum) geht: „Wenn der Vorsitzende des AStA mit Neonazis und Rassist*innen in den Dialog treten will, handelt er nicht im Sinne der Studierendenschaft, ganz im Gegenteil: ein solches Verhalten widerspricht allen Interessen einer toleranten und weltoffenen Hochschule.“

Simon Lambertz hat sich bislang noch nicht öffentlich zu den Vorwürfen seiner Mitstudierenden geäußert.

Die Identitäre Bewegung proklamieren die Remigration von Flüchtlingen. Anders als andere rechtsradikale Gruppierungen treten sie jedoch nicht derartig offensiv auf.

 
 

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