Arm in Arm mit dem Lieblingsspieler

Sabine Vogt
Saisoneröffnung des VFL Bochum am Wochenende: Das Gelände der Fiege-Brauerei war gut besucht.Foto: Walter Fischer
Saisoneröffnung des VFL Bochum am Wochenende: Das Gelände der Fiege-Brauerei war gut besucht.Foto: Walter Fischer
Foto: Fischer / WAZ FotoPool

„Kommt, wir gehen jetzt zum Fiege-Fest.“ — Dieser Aufforderung einer Mutter folgten am Samstag viele Familien. Doch obwohl es erstmals auf dem Brauereihof stattfand, war es das Fest des VfL-Bochum, das Fans am Wochenende zuhauf zu Fiege strömen ließ.

Zur Saisoneröffnung füllte sich das Gelände am Samstag rasch; jede Menge Spielangebote für Kinder, ruhige Schattenplätze für die Erwachsenen. Ein Großteil der Besucher kam in VfL-Trikots, und spätestens daran erkannten auch Auswärtige, dass hier ein Fanfest stieg. Selbst die Kleinsten standen Schlange am „Spieler-Memory“, wobei sie weniger an ihrem Gedächtnis scheiterten als an der korrekten Aussprache der Namen der Neuzugänge. Nebenan war der „Familiengarten“ aufgebaut: Kinder fanden dort auf dem gut 500 Quadratmetern großen Spiele-Areal genügend Möglichkeiten, sich auszutoben; die Älteren beim Finger-Skateboard, die Jüngeren im Bobbycar-Verkehrskindergarten.

Zwischendurch leerte sich das Gelände sichtlich: Die Besucher verlagerten sich zum sportlichen Höhepunkt der Saisoneröffnung, dem Spiel gegen den spanischen Erstligisten FC Getafe im rewirpower-Stadion. Zufriedene Gesichter dann nach dem Sieg der Bochumer. Nun wartete alles auf den „Einmarsch“ der Spieler. Die bahnten sich im Gänsemarsch einen Weg durch die Fülle, empfangen mit Beifall. Auf der Bühne begrüßten Thomas Ernst, Hugo und Jürgen Fiege sowie Ansgar Schwenken die Gäste und kündigten an, die Lizenzspieler würden nun die Zapfhähne bedienen.

Doch vorerst kamen die gar nicht zum Bierzapfen; Fans jeden Alters umringten ihre VfLer. Die für Sonntag angesetzte Autogrammstunde, stets einer der Höhepunkte zur Saisoneröffnung, wurde vorweggenommen. Da verzierten die Spieler T-Shirts und Trikots, Oberarme, Fotos, Schals.

Unbefangen mischten sich die Spieler gut gelaunt unters Volk. Da wurde ein wenig gefachsimpelt übers vorausgegangene Spiel und jede Menge fotografiert. Die Fans reckten aus allen Positionen ihre Handykameras in die Höhe und ließen sich und ihre Liebsten Arm in Arm mit den Fußball-Idolen ablichten. Die Stimmung war bestens; wo sonst haben Fans die Möglichkeit, so unkompliziert mit Spielern hautnah in Kontakt zu kommen? Ein wenig abseits stehend beobachtete Neuzugang Chong Tese das quirlige Treiben. Doch nicht zuletzt wegen seines erneuten Treffers für Bochum fand auch er bereits seine Bewunderer.

Spätestens, als dann die Coverband „Kawasaki“ das Lied „Bochum“ anstimmte, sang der ganze Brauhof mit.