Arbeiten für neue Flüchtlingsunterkunft haben begonnen

Flüchtlingsunterkünfte aus Leichtbauhallen errichtet die Stadt Bochum auf einem ehemaligen Parkplatz der Firma Opel .
Flüchtlingsunterkünfte aus Leichtbauhallen errichtet die Stadt Bochum auf einem ehemaligen Parkplatz der Firma Opel .
Foto: Ingo Otto / Funke Foto Services
Auf einem ehemaligen Parkplatz von Opel in Laer entstehen acht Leichtbauhallen. Sie bieten Platz für bis zu 448 Menschen.

Bochum.. Auf einer Fläche von etwa zwei Fußballfeldern haben jetzt die Arbeiten für den Bau der größten von der Stadt betriebenen Flüchtlingsunterkunft begonnen. Bis zu 448 Menschen sollen in der Einrichtung auf dem ehemaligen Opel-Parkplatz für Neuwagen an der Alten Wittener Straße in Laer leben. Sie werden untergebracht in acht sogenannten Leichtbauhallen. „Wir haben den ehrgeizigen Plan, dass hier noch vor Weihnachten die ersten Bewohner einziehen können“, so Bauleiter Klaus Radtke von den Zentralen Diensten der Stadt.

Eng gesteckter Zeitplan

Damit der äußerst eng gesteckte Zeitplan eingehalten werden kann, sind seit Anfang der Woche täglich bis zu 50 Arbeiter gleichzeitig damit beschäftigt, Kanalisation und Stromversorgung einzurichten und die einzelnen Hallen aufzubauen. Ursprünglich hatte die Stadt dort zehn Wohneinheiten aufstellen wollen, doch die Politik reduzierte aus sozialen Gründen die Kapazitäten. Allerdings wird zusätzlich ein neunter Bau errichtet, in dem die Verwaltung für die Flüchtlingseinrichtung untergebracht sein wird.

„Uns ist es ganz wichtig, dass es sich hierbei eben nicht um Zelte, sondern um ausreichend gedämmte und gut beheizbare, also winterfeste Hallen, handelt“, sagt Andreas Grosse-Holz, Leiter des technischen Gebäudemanagements bei den Zentralen Diensten der Stadt. Üblicherweise würden solche Anlagen etwa bei Messen oder großen Ausstellungen für kurze Zeit errichtet.

Die Stadt hat die jetzt im Bau befindlichen Hallen zunächst für fünf Jahre angemietet, sie lassen sich danach wieder ohne allzugroßen Aufwand demontieren und woanders aufstellen.

Termine für Sanierung drängen

Bereits beschlossen ist der Aufbau von zwei weiteren solcher Einrichtungen, um möglichst schnell die Turnhallen wieder räumen zu können. Denn vielfach drängen dort die Termine für die notwendige Sanierung der maroden Hallendecken. Außerdem wächst die Unruhe in vielen Sportvereinen und Schulen, die derzeit nur äußerst eingeschränkte Möglichkeiten haben, freie Hallenkapazitäten zu nutzen.

Die beiden zusätzlichen Standorte für je sechs solcher Leichtbauhallen (sie werden erst 2016 fertig), in denen dann jeweils bis zu 336 Menschen leben können, befinden sich in Wattenscheid unmittelbar neben dem Wattenscheider Hellweg in Höntrop am Sportplatz „Auf dem Esch“ sowie neben dem bereits von der Stadt genutzten ehemaligen Priesterseminar an der Kollegstraße unweit der Ruhr-Universität.

Dort plant die Stadt zudem einige geschützte Räumlichkeiten für allein geflohene Frauen einzurichten. Eine solche Differenzierung sei in den jetzt bestehenden Sammelunterkünften – vor allem in den Turnhallen – naturgemäß nicht möglich.

 
 

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