Ansturm auf Weihnachtsbasar in Behinderten-Einrichtung

Gewohntes Bild beim Tag der offenen Tür in der Werkstatt Constantin: Dicht an dicht drängen sich Besucher an den Verkaufsständen entlang.
Gewohntes Bild beim Tag der offenen Tür in der Werkstatt Constantin: Dicht an dicht drängen sich Besucher an den Verkaufsständen entlang.
Foto: Klaus Pollkläsener
Alle Jahre wieder erlebt die Werkstatt Constantin-Bewatt großen Andrang beim Tag der offenen Tür. Behinderte bieten hier an, was sie gebastelt haben.

Grumme.. „Alle Jahre wieder“ hieß es gestern in der Werkstatt Constantin-Bewatt. Die Einrichtung für Menschen mit Behinderung lud bereits zum 34. Mal zum Tag der offenen Tür ein. Zahlreiche Besucher konnten sich so schon mal auf den Advent einstimmen, denn neben Einblicken in die Arbeit gab es einen Weihnachtsbasar und viel Unterhaltung. In den Verkaufsräumen boten die 200 Beschäftigten Gestecke, Basteleien, Textilware, Holzarbeiten und vieles mehr an.

So ein vielfältiges Angebot forderte natürlich viel Vorbereitung. „Im Grunde wird schon das ganze Jahr über für den Basar gearbeitet“, erklärte Birgit Westphal, Leiterin der Werkstatt Constantin-Bewatt. „Die ,heiße Phase’ beginnt dann etwa zwei Monate vorher. Da werden zum Beispiel die ersten Gestecke angefertigt.“

Geschäftsführer Frank Schöpper fügte hinzu: „Der Tag der offenen Tür ist für uns immer ein Jahresmeilenstein. Die Menschen haben die Möglichkeit, unsere Einrichtung besser kennenzulernen und die Arbeiten zu sehen. Das ist eine willkommene Gelegenheit zur Begegnung.“

Wer ein Geschenk ergattern möchte, muss früh da sein

Das fanden auch die Besucherinnen Ruth Schröter und Barbara Giller-Kortebusch. „Es ist schön zu sehen, mit welcher Freude die Behinderten dabei sind. So ein Tag wie heute bringt ihnen Wertschätzung.“ Die beiden kommen schon seit Jahren immer wieder her und wissen, dass man früh da sein muss, wenn man noch ein schönes Gesteck ergattern will, weil die Arbeiten so begehrt sind. „Wir konnten Gestecke, Tanne und Kerzenhalter ergattern“, so Giller-Kortebusch.

Im Raum nebenan stand derweil Seniorenbetreuerin Silke Meißler und trug beim Verkauf ein glitzerndes Geweih auf dem Kopf. Sie lachte: „Wir haben hier halt unseren Spaß. Ich finde, wenn man sowas mitmacht, dann auch richtig.“ Seit August bastelte sie mit 22 Senioren und weiteren Betreuern an den Weihnachtssternen. „Das war ganz schön lustig so bei 36 Grad im Schatten, aber wir haben ordentlich was geschafft. Am fleißigsten war die Dame da drüben. Wir nennen sie nur noch ,The Machine’, weil sie so viel gehäkelt hat.“

Sporttasche mit Deko befüllt

Dabei zeigte sie auf Brigitte Paulin, die am Stand nebenan vor einem Stapel Häkelware saß und verkaufte. „Das hat mir sehr viel Spaß gemacht“, sagte sie. „Wir haben aber nicht nur gehäkelt“, warf Gilda Braun ein, die neben ihr saß. „Wir haben auch Teelichter graviert.“ Außerdem boten die Seniorinnen Marmelade und Schlüsselanhänger an.

Abnehmer der vielen Angebote waren auch Guido Meyburg und seine Familie. „Meine Frau ist noch unterwegs, um überall zu gucken. Dabei sind unsere Taschen schon voll mit Deko“, „klagt“ Meyburg. Da kam es ihm ganz gelegen, dass die Familie bei der Tombola eine Sporttasche gewonnen hatte, die befüllt werden konnte. Guido Meyburg: „Der Tag der offenen Tür ist eine schöne Aktion. Wir kommen gerne jedes Jahr immer wieder her.“

 
 

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