Bochum

Angst nach Vergewaltigung an der Ruhr-Universität Bochum - wie gefährlich ist es rund um den Campus?

Auf der Überführung der Max-Imdahl-Straße überraschte der Täter die junge Frau.
Auf der Überführung der Max-Imdahl-Straße überraschte der Täter die junge Frau.
Foto: Alexander Keßel / FUNKE Fotoservices
  • Angst nach zwei sexuellen Übergriffen wächst
  • Früher trieb das „Bochumer Uni-Phantom“ an der Ruhr-Universität sein Unwesen
  • Experten klären auf, ob du in Campus-Nähe besonders vorsichtig sein musst

Bochum. Letzte Woche kam es zum zweiten Fall sexueller Gewalt innerhalb von vier Monaten in der Nähe der Ruhr-Universität Bochum. Kannst du dich als Studentin dort noch sicher fühlen?

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Sexuelle Gewalttaten an der Ruhr-Universität haben eine traurige Geschichte:

Zwischen 1994 und 2002 überfiel das „Bochumer Uni-Phantom“ in der Umgebung mindestens 22 Frauen.

Kollektive Unsicherheit

Zwar schließen die Ermittler einen Zusammenhang mit den aktuellen Übergriffen aus.

Doch Dr. Katrin List vom Bochumer Lehrstuhl für Kriminologie weist darauf hin, dass die Bochumer Studentinnen deshalb besonders nachhaltig verunsichert seien.

Kindheits-Ängste

Durch die Übergriffe werden Ängste vor dem fremden Vergewaltiger aktiviert, vor dem sich jedes Kind hüten soll, sagt sie.

Dazu sei die Architektur der Bochumer Universität sehr unübersichtlich. Die angrenzenden Waldstücke an den Wegen zum Campus erhöhen die Gefahr.

Tatorte vergleichbar

Beide aktuellen Tatorte sind zwar durch Straßenlaternen ausgeleuchtet.

Doch die Karte zeigt, dass der oder die Täter in beiden Fällen in der Nähe eines Waldstücks zuschlugen.

Was wird getan?

Genau aus diesem Grund hat die Stadt Bochum eine Sicherheits-Partnerschaft mit der Polizei geschlossen.

Tanja Wißing, Pressesprecherin der Stadt Bochum, erklärt: „Wenn sich eine Frau irgendwo in Bochum unwohl fühlt, kann sie sich beim Frauenbeirat der Stadt melden.“

Bauliche Anpassung

Zusammen mit der Polizei werde anschließend überlegt, welche baulichen Maßnahmen die Sicherheit erhöhen können.

So werden Bürgersteige besser ausgeleuchtet oder Spiegel an uneinsichtigen Stellen angebracht.

Keine erhöhte Gefahr am Bochumer Campus

Von einer erhöhten Fallzahl am Campus im Vergleich zum restlichen Stadtgebiet könne allerdings keine Rede sein, sagt Dr. Katrin List.

Verständlicherweise sei jedoch die Verunsicherung nach zwei Fällen innerhalb kürzester Zeit groß.

Häusliche Gewalt deutlich häufiger

So grausam jeder einzelne Fall sexueller Gewalt im öffentlichen Raum ist, sind sie vergleichsweise selten.

Beide Expertinnen betonen: „Die meisten sexuellen Übergriffe passieren im häuslichen Umfeld unter bekannten Personen."

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