Alternativlos

CDU stellt Anfrage zum Thema Unterhaltspflicht (16.8.)

Arm in Arm mit Sigmar Gabriel versucht die Bochumer CDU mit ihrer

Anfrage, Menschen, die keinen Kindesunterhalt zahlen, ins moralische Abseits zu stellen. Gleichzeitig verdächtigt sie, Jugend- und Sozialamt und Justiz, zu lasch mit Unterhaltsschuldnern umzugehen. Die wenigsten zahlen nicht, obwohl sie könnten oder bleiben lieber arbeitslos. Sehr viele sind trotz vollschichtiger Arbeit nicht leistungsfähig, weil ihr Nettoeinkommen gerade für den eigenen Unterhalt reicht. Wer zum Mindestlohn arbeitet, hat netto definitiv nicht einen Cent für sein Kind übrig.

Öffentliche Hilfe für arme Kinder ist alternativlos.

Statt nach Härte des Strafrichters zu rufen, sollten die vereinigten Christen und Sozialdemokraten in Bund und Land erst einmal den Unterhaltsvorschuss bis zum Ende einer Schulausbildung verlängern. Das würde Kindern, alleinerziehenden Müttern und auch notleidenden Gemeindekassen helfen.

Auf angeblich säumige Unterhaltsschuldner einzuprügeln, lenkt von den wirklichen Problemen ab.

Ralf Feldmann, Familienrichter a.D.

 
 

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