Alles im Zeitplan am Westkreuz

Am 26.09.2011 laufen die Arbeiten an der Anschlussstelle A40/Donezk-Ring in Bochum. Um den Übergang des Stadtringes an die Autobahn für den Werks-Eisenbahnverkehr zu erstellen werden hier in den nächsten Tagen Vorarbeiten für eine Behelfsbrücke stattfinden. Auch das Brückenbauwerk Nr.9 ist schon weit gediehen. Die Bauarbeiten sind im Zeitplan betonen die Bauleiter Timmermann und Klein (nicht im Bild) von Strassen NRW. Foto: Matthias Graben / WAZ FotoPOOL
Am 26.09.2011 laufen die Arbeiten an der Anschlussstelle A40/Donezk-Ring in Bochum. Um den Übergang des Stadtringes an die Autobahn für den Werks-Eisenbahnverkehr zu erstellen werden hier in den nächsten Tagen Vorarbeiten für eine Behelfsbrücke stattfinden. Auch das Brückenbauwerk Nr.9 ist schon weit gediehen. Die Bauarbeiten sind im Zeitplan betonen die Bauleiter Timmermann und Klein (nicht im Bild) von Strassen NRW. Foto: Matthias Graben / WAZ FotoPOOL
Foto: WAZ

Bochum.. Seit NRW-Verkehrsminister Harry Voigtsberger in der letzen Woche die neuen (Spar-) Eckpunkte für den Straßenbau im Land verkündet hat, greift selbst Alfred Lützler, Leiter des Bau- und Planungs-Centers Ruhr von Straßen.NRW in Essen auf einen eher vorsichtigen Wortschatz zurück. Obwohl es dem Rheinländer schwer fällt, hält er sich mit Prognosen über den weiteren Bau der A 448, in Bochum besser bekannt als Opel-Querspange, zurück.

„Vergeben sind die Arbeiten für die Rodungen am Autobahnkreuz Bochum/Witten,“ dies sei sicher. Das gelte ebenso für eine Baustraße in diesem Bereich. Im nächsten Jahr werde mit dem Bau der Brücke über die Schattbachstraße begonnen. Über die dort bereits abgestecken Trassen berichteten wir bereits. Alles was danach kommen soll und eigentlich fest geplant war, gerät sehr vage: „Ich möchte darüber hinaus keine weiteren Prognosen abgeben“, so Lützler.

Die ursprünglichen Pläne sahen ein paralleles Arbeiten von der Anbindung Universitätsstraße und dem Autobahnkreuz Bochum/Witten vor, um möglichst schnell den Lückenschluss zu erreichen. Davon ist keine Rede mehr.

Natürlich hänge alles davon ab, wie viel Mittel zur Verfügung gestellt werden, erläutert Lützler. Er fühlt sich allerdings sozusagen zwischen den Zeilen positiv angesprochen, von der Bemerkung des parlamentarischen Staatssekretärs im Verkehrsministerium, Horst Becker, der seinem Minister am letzten Donnerstag sekundierte: „Es ist uns besonders wichtig, den Ausbau der hoch belasteten Autobahnen und Kreuze weiter zu führen.“

Zu Vorhaben mit Priorität zählten demnach auch der Ausbau der A 40 und der A 43 im Ruhrgebiet. In der Prioritätenliste des Landes sitzt die Opelquerspange, dort als A 44 Bochum (L 705 Scheffieldring – AK Bochum/Witten A 43) aufgeführt, auf der Überholspur: VB = vordringlicher Bedarf und PU = Planfeststellungsbeschluss unanfechtbar steht dort, ganz deutlich. Doch ist das Geld begrenzt und das weiß Lützler genau und bleibt deshalb vorsichtig.

Über dieses Stadium sind wenige Kilometer nordwestlich die Bauüberwacher für das Westkreuz, das eigentlich eher ein Dreieck ist, längst hinaus. Es geht um Details, Fristen und Aufträge. Da, wo gestern noch Baukräne standen, stehen heute Brücken – allerdings bislang ein wenig verloren – in der Landschaft. „Derzeit wird der Bau einer Behelfsbrücke für die Thyssen-Krupp-Werksbahn vorbereitet“, so Dipl. Ing. Georg Timmerkamp, Bauüberwacher bei Straßen.NRW.

Außerdem haben dort die Bagger ein gewaltiges Stück Erdreich am Rande des Donezkrings geschält. Der Hügel, hinter dem sich die Schlackenaufbereitungsanlage des Stahlkonzerns erstreckt, wird vorübergehend von einer mit Holz und Profilstahl verbauten Stützwand abgefangen, bis die eigentliche Schwerlastwand fertig ist. Ebenfalls gut vorangegangen sind die Arbeiten an der Brücke nebenan, über die einmal der Verkehr in Richtung Laer fließen soll.

Der Termin steht und ab Frühjahr 2013 sollen, jedenfalls den Prognosen nach, nach und nach die wichtigsten Autobahn-Teilstücke der „BO-Lösung“ im zentralen Revier dem Verkehr übergeben werden. Dass es im weiteren Verlauf nicht ganz so wie geplant vorangeht, können Georg Timmerkamp und sein Kollege Karsten Klein nicht wirklich glauben: „Das macht doch sonst alles gar keinen Sinn.“

 
 

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