AGR verhandelt mit Entsorger für Schüttgut

Noch hängt das AGR-Schild an der Rensingstraße in Riemke.
Noch hängt das AGR-Schild an der Rensingstraße in Riemke.
Foto: Ingo Otto / FUNKE Foto Services
Die Debatte um den Verkauf der AGR-Fläche in Riemke geht weiter. Eine vom Verkäufer angekündigte Klausel beichnen Anwohner als „irrelevant“.

Bochum.. Als „völlig irrelevant“ bezeichnet die Interessengemeinschaft Gartensiedlung die Ankündigung des Entsorgers AGR, durch eine privatrechtliche Vereinbarung mit dem Käufer des früheren Kost-Geländes in Riemke eine künftige Grünabfallaufbereitung auszuschließen.

„In den drei von der Bezirksregierung Arnsberg veranlassten Geruchsgutachten wird festgestellt, dass die Geruchsimmissionen überwiegend von den ‘Gelbe-Säcke-Abfällen’ herrühren“, so IG-Vorsitzender Norbert Maurer. Daher müsse die Wiederherstellung einer Aufbereitungsanlage für Gewerbeabfall ausgeschlossen werden.

Schaffung von 60 Arbeitsplätzen

AGR-Sprecher Michael Block verweist auf die Ergebnisse einer Messreihe des TÜV Nord. Diese zeige bis auf einen Messpunkt eine deutlich unter den Grenzwerten liegende Geruchsbelastung. Block: „Wir würden uns freuen, wenn die IG Gartensiedlung zu einer sachgerechten Haltung zurückfindet und die vollzogenen Maßnahmen anerkennt.“

Möglicherweise werden in Riemke künftig ohnehin weder Grünabfall noch Verpackungen aufbereitet. Roland Mitschke, CDU-Fraktionschef im Ruhrparlament und AGR-Aufsichtsrat, bestätigt Verkaufsgespräche der AGR mit einem Entsorgungsunternehmen, das sich mit Schüttgut beschäftigt. Käme das Geschäft zustande, könnten bis zu 60 Arbeitsplätze geschaffen werden. AGR-Sprecher Block bestätigt derweil, dass es Verhandlungen mit verschiedenen Interessenten gibt.

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