Ärztenetz will Versorgung der Patienten ausbauen

Vom Hausarzt bis zur Reha: Die medizinische Versorgung in Bochum soll weiter ausgebaut und verbessert werden. Das Medizinische Qualitätsnetz (MedQN) gibt den Anstoß.

„Die Gesundheitsversorgung ist gut. Jedoch ist beim Zusammenwirken aller Akteure manchmal etwas Sand im Getriebe“, weiß MedQN-Vorsitzender Dr. Michael Tenhold. Das Netzwerk mit seinen 160 Bochumer Haus- und Fachärzten aller Fachrichtungen leistet bereits seinen Beitrag, dass die Kooperation unter de niedergelassenen Medizinern und den Kliniken funktioniert. Nun geht MedQN einen Schritt weiter. Ein neues, landesweit einzigartiges Versorgungskonzept soll „eine effizientere und kostengünstigere Behandlung zum Wohle der Patienten“ gewährleisten, schildert Michael Tenhold, der von den städtischen Medizin-Wirtschaftsförderern medlands Ruhr unterstützt wird.

Alle Akteure auf Augenhöhe

Das neue Netzwerk soll alle umfassen: die Haus- und Fachärzte ebenso wie die Fachabteilungen der Kliniken und weitere, nicht ärztliche Dienstleister wie Pflegeheime und -dienste. Der Aufbau erfolgt in Etappen und startet mit Patienten, die unter Herzschwäche leiden. Dr. Temhold zeigt den Pfad auf. „Ein Patient klagt über Luftnot. Sein Hausarzt diagnostiziert per EKG und Laboruntersuchung eine Herzinsuffizienz. Der Facharzt bestimmt die BNP-Werte und kooperiert bei Bedarf mit dem Bergmannsheil oder dem Herzzentrum Oeynhausen.

Alle sind stets auf Augenhöhe. Die Besonderheit: Ein Lotse – „Case Manager“ genannt – überwacht in einer eigenen MedQN-Praxis den Krankheits- und Behandlungsverlauf jedes Patienten, koordiniert die Termine und regelt die Nachsorge bis hin zum Einsatz eines Pflegedienstes.

Am Sonntag, 7. Juli, stellen das MedQN-Netz und medlands Ruhr ihr Pilotprojekt der Öffentlichkeit vor. Titel: „Die Zukunft der Gesundheitsversorgung in Bochum.“ Beginn im Museum an der Kortumstraße ist um 10 Uhr. Moderatorin ist die ehemalige NRW-Gesundheitsministerin Birgit Fischer. Nach einer Podiumsdiskussion will eine Expertenrunde konkret aufzeigen, wie die künftigen Strukturen greifen sollen.

 
 

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