Ärger über Verzögerung bei Springorum-Radtunnel

WAZ-Leser Manfred Kannenberg ärgert sich über Verzögerungen beim Bau des Springorum-Radtunnels unter der Hattinger Straße. Wie berichtet, hat der zuständige Regionalverband Ruhr (RVR) vor Kurzem die Arbeiten öffentlich ausgeschrieben. Dort geht man davon aus, dass die Untertunnelung in Höhe der Wasserstraße bei einem milden Winter im Frühjahr 2017 abgeschlossen sein wird. „Eigentlich sollte die Maßnahme aber schon im Frühjahr 2016 beendet sein“, wundert sich Manfred Kannenberg. „So steht es jedenfalls an besagter Stelle auf dem Bauschild. Da hat die Bürokratie doch wieder geschlafen“, klagt der begeisterte Radfahrer aus Wattenscheid, der sich bereits auf die freie Fahrt zwischen Altenbochum und Ruhrtal freut. Seiner Meinung nach hätten die Arbeiten am Tunnel aber viel früher ausgeschrieben werden müssen.

RVR-Sprecherin Barbara Klask hierzu auf WAZ-Anfrage: „Die Landesmittel für den Bau standen Ende 2014 bereit, erst danach konnte die umfassende Planungsphase beginnen.“ Diese habe sich verlängert, da nach Ela umgefallene Bäume entfernt und eine Baustellenzufahrt gebaut werden musste. Zudem sei das Bauwerk in den 1970er Jahren mit Gestein verfüllt worden, das man erst aufwendig habe prüfen müssen, bevor es nun – voraussichtlich noch in diesem Jahr – ausgebohrt werden könne, sagt Klask.

Zuletzt habe dann noch die Planung der Bogestra, ab September die Gleise an der Hattinger Straße auszubessern, zu Verzögerungen geführt. „Bei gleichzeitigem Baustellenbetrieb zur Herstellung des Tunnels hätte dies zu chaotischen und gefährdenden Verkehrsverhältnissen geführt“, begründet Barbara Klask. Daher habe die Ausschreibung erst jetzt erfolgen können. „Wenn man zu früh ausschreibt, können die langen Wartezeiten auch negative Auswirkungen auf die Kosten haben“, so die Sprecherin weiter.

Der RVR sagte zu, die Beschriftung am Bauschild, die bei Manfred Kannenberg für Verwirrung sorgte, so bald wie möglich zu aktualisieren.

Nach der Fertigstellung des eigentlichen Radwegs kann man die Hattinger Straße voraussichtlich im Sommer/Herbst 2017 unterqueren.

 
 

EURE FAVORITEN

Warum sich die Polizei bei Fahndungen nicht direkt an die Öffentlichkeit wendet

Öffentlichkeitsfahndungen: Annika Koenig, Sprecherin der Polizei Essen, erklärt unter welchen Umständen die Polizei sich bei der Suche nach Tatverdächtigen oder Vermissten an die Bürger wendet.
Mi, 19.09.2018, 16.32 Uhr

Öffentlichkeitsfahndungen: Annika Koenig, Sprecherin der Polizei Essen, erklärt unter welchen Umständen die Polizei sich bei der Suche nach Tatverdächtigen oder Vermissten an die Bürger wendet.

Beschreibung anzeigen