ADFC-Mitglieder fordern mehr Radwege für die Stadt

Klaus Kuliga (1. Vorsitzender ADFC Bochum) fordert weiterhin mehr Radwege.
Klaus Kuliga (1. Vorsitzender ADFC Bochum) fordert weiterhin mehr Radwege.
Foto: WAZ FotoPool
Der ADFC Bochum feiert sein 25-jähriges Bestehen. Die Mitglieder hoffen aufeine 100 Kilometer-Strecke quer durch das Ruhrgebiet, diskutieren ansonsten aber über die gleichen Probleme wie schon vor 25 Jahren: die fehlenden Radwege an wichtigen Straßen.

Bochum. So gehört sich das wohl für Mitglieder des Allgemeinen Deutschen Fahrradclubs (ADFC). Bevor die Ortsgruppe Bochum zum gemütlichen Teil überging, stand zunächst eine Radrunde an. Keine zu lange, aber immerhin 45 Kilometer auf der „Erzbahn-Zollverein-Runde bewältigten am Samstag 60 Mitglieder, bevor sie im Garten des „Clubheims“ an der Alsenstraße 25 Jahre ADFC in Bochum feierten.

„Politik war kein Thema“, sagte Klaus Kuliga, der 1. Vorsitzende des ADFC Bochum. „Diskutiert aber haben wir sehr wohl darüber, ob das geht, was Bochum beim Bau des Radschnellweges vor hat.“ Am Freitag hatte der Regionalverband Ruhr (RVR) eine Machbarkeitsstudie zum Bau eines 100 Kilometer langen Radschnellweges von Hamm nach Duisburg über Bochum und Gelsenkirchen vorgestellt. Für 187 Millionen Euro könnte er entstehen.

Alle wollen den Radschnellweg

„Das würden wir natürlich alle begrüßen“, sagte Kuliga. „Den Radschnellweg wollen wir alle. Wenn er käme, wäre das super. Aber die Wegeführung, so wie die Stadt Bochum es vorhat, geht so nicht. Das war die einhellige Meinung unter den Mitgliedern.“ Laut Kuliga plant die Stadt an der Stelle, wo der Radschnellweg auf die Erzbahntrasse trifft, eine Rampe zu bauen und den Weg dann bis zum Westpark weiterzuführen. „Beide Brücken im Westpark aber haben Gefälle. Das ist für Radfahrer kritisch. Zudem gibt es auf der Erzbahntrasse bereits jetzt ganz viele Fußgänger, die auch gerne dort ihren Hund spazieren führen. Das ist schon jetzt chaotisch. Daraus einen Radschnellweg zu machen, funktioniert unserer Meinung nach nicht.“ Es gebe aber Alternativen. Eine wäre laut Kuliga die Straße „Am Maarbach“. „Dort gibt es eine Unterführung. Sie ist nicht zu sehen, aber sie gibt es. Dort könnte man den Radweg durch die Unterführung führen.“

Ansonsten mussten Kuliga die weiteren Mitglieder feststellen, dass sich ihre Themen im Laufe der vergangenen 25 Jahre kaum geändert haben. „Wir haben bereits 1989 darüber diskutiert, dass die Königsallee Radfahrstraßen haben muss. Auch die Uni-Straße muss weitere Radfahrstraßen bekommen. Die Bezirksregierung Süd hat uns in der Vergangenheit unterstützt, aber noch immer gibt es keine Verbindung, die bis nach Langendreer führt. Auch die Befahrbarkeit des Ring ist weiter Thema.“

Positiv zur Kenntnis genommen hat der ADFC dennoch, dass sich die Stadt im August bei der „Arbeitsgemeinschaft fußgänger- und fahrradfreundliche Städte in NRW“ beworben hat. Kuliga: „Ich glaube die Stadt bewegt sich deswegen beim Thema Radwege. Sie hat sich mit der Bewerbung selber unter Druck gesetzt.“

 
 

EURE FAVORITEN