ADFC fordert mehr Schutz von Radfahrern auf Hauptstraßen

Der Allgemeine Deutsche Fahrradclub (ADFC) fordert nach einem tödlichen Unfall mit einem Radfahrer im August 2016 auf der Wattenscheider Bahnhofstraße und einem weiteren schweren Unfall im Mai 2015 ebenfalls in Wattenscheid auf dem Zeppelindamm die Stadt zum Handeln auf. In beiden Fällen seien laut ADFC die Radfahrer Unfallopfer ohne eigenes Verschulden geworden.

Jetzt gelte es, ein Handlungskonzept für die fußgänger- und fahrradfreundliche Gestaltung der Hauptverkehrsstraßen in Bochum und Wattenscheid vorzulegen.

Lange Zeit gab es in Bochum und Wattenscheid nur sehr wenig Fahrradverkehr. Die Gestaltung der Verkehrsräume zielte darauf ab, die Radfahrer vollständig von den Fahrbahnen zu verdrängen. Bochum habe über Jahrzehnte nicht anderes sein wollen als „Autostadt“, so erklärt der ADFC. Jetzt werde vermehrt Rad gefahren. Die Straßen und insbesondere die Hauptverkehrsstraßen seien an vielen Stellen noch auf dem Stand der 70er Jahre des letzten Jahrhunderts. Wenn jetzt vermehrt Radfahrer auf völlig untauglichen Radwegen unterwegs seien, steige das Unfallrisiko.

In Wattenscheid sei die Situation an vielen Straßen noch schlechter als in Bochum selbst. Etwa die Bahnhofstraße sei ein Musterbeispiel dafür, wie Radwege nicht aussehen dürften. Der Radweg an der Kreuzung Bahnhofstraße/Autobahnauffahrt A40 sei zur tödlichen Falle geworden. Der ADFC-Vorsitzende Klaus Kuliga fordert daher: „Diese Stadt muss sich bewegen – am besten mit dem Rad.“

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